Zahlreiche Projekte und Charity-Turniere: Pokerprofis als Wohltäter

Pokerspiel und wohltätige Zwecke schließen einander keineswegs aus.  Foto: pixabay.com / CC0 Public Domain
Pokerspiel und wohltätige Zwecke schließen einander keineswegs aus.
Foto: pixabay.com / CC0 Public Domain
26. April 2017 - 15:32

Haben Sie schon einmal von effektivem Altruismus gehört? Das Ziel davon liegt im bestmöglichen Einsatz von limitierten Ressourcen wie Zeit und Geld, um für so viele Menschen wie möglich eine Lebensverbesserung zu bewerkstelligen. Der Pokersport weist ebenfalls einige Verbindungen zu wohltätigen Zwecken auf. Es gibt teilweise Turniere, welche einzig für gute Zwecke organisiert werden, sogenannte Charity-Poker-Turniere und die "Charity Series of Poker".

Pokerprofis spenden viel

Einzelne Pokerprofis setzen sich ebenfalls für wohltätige Zwecke ein wie zum Beispiel Dan Smith. Der ehemalige Schachspieler hat 2016 einen Charity Drive veranstaltet, mit dem er über 1,7 Millionen US-Dollar an Spenden für wohltätige Zwecke einsammelte. Dank der steigenden Preisgelder können Pokerprofis höhere Summen spenden bzw. unter Kollegen/Kontrahenten größere Summen einsammeln.

Der deutsche Pokerprofi Philipp Gruissem hat nicht nur einige Millionen Euro an Preisgeldern eingeheimst, sondern darüber hinaus mit seinen Kollegen Igor Kurganov und Liv Boeree eine wohltätiges Projekt namens REG ins Leben gerufen. Diese Abkürzung steht für “Raising for effective Giving” und befasst sich mit dem zu Textbeginn definierten Prinzip des effektiven Altruismus. Mittlerweile zählt REG über 200 Pokerspieler als Mitglieder.

Eigene Turniere für wohltätige Zwecke

Es ist schön zu sehen, dass es durchaus einige Menschen gibt, welche nicht nur an das eigene Wohlergehen denken. Mehrere Pokerspieler haben in der Vergangenheit auch schon enorme Summen für wohltätige Zwecke gespendet. Der Pokerspieler David Einhorn, welcher zugleich auch als Hedgefonds-Manager tätig ist, hat bereits einige Gewinne an wohltätige Organisationen überreicht. Selbiges trifft auf eben erwähnten Dan Smith zu, welcher zwar keinen Fonds verwaltet, aber dennoch einiges von Poker versteht.

Es gibt sogar Pokerturniere, welche ausschließlich zugunsten von wohltätigen Zwecken abgehalten werden. Dazu zähl(t)en Million Dollar Men Freerolls und Ante Up For Africa (welches im Rahmen der EPT stattfand). REG ist nicht die einzige Wohltätigkeitsorganisation, welche von Pokerspielen ins Leben gerufen wurde.

Stiftung hilft verschuldeten Pokerspielern

Erik Seidel, Daniel Negreanu und Phil Ivey haben sich ebenfalls zusammengetan, um die Gelder, welche sie von Live-Turniergewinnen erhalten haben, in einem wohltätigen Trust zu verwalten. Diese Stiftung soll allerdings Pokerspielen helfen, welche sich verschuldet haben, was ebenfalls vorkommt. Als Inspiration für die Stiftung sollen Bill Gates und sein “The Giving Pledge” dienen.

Multitalent Max Kruse spielt nicht nur herausragenden Fußball, sondern hat auch eine Affinität für Poker. So gewann er sowohl in Las Vegas, als auch bei der TV Total Pokernacht Preisgelder, welche er umgehend an wohltätige Organisationen spendet.

Wie Sie sehen, gibt es einige Pokerspieler, die sich um das Wohlergehen anderer Menschen sorgen. Dass es dank des gestiegenen Interesses an Poker nun auch vergleichsweise hohe Preisgelder gibt, hat durchaus eine gute Seite.

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