In NRW steigt der Anteil an radikalen Salafistinnen stetig an (Symbolbild).

Foto: Bild: CGP Grey / flickr (CC BY 2.0)
Frauenanteil unter radikalen Salafisten enorm gestiegen

Dass radikale Salafisten in ganz Europa junge Menschen, vorwiegend Muslime, ansprechen, ist längst keine Neuigkeit mehr. Hunderte zogen bereits in den Dschihad nach Syrien zur Terrormiliz IS, manche kehrten danach mit hochgefährlichen Vorhaben wieder zurück. Nun wurde bekannt, dass der radikale Islam gezielt immer mehr Mädchen und Frauen anspricht – konkret im bevölkerungsreichsten Nordrhein-Westfalen.

Grüne fordern mehr Geld gegen Radikalismus

Ihnen wird von Männern, die bereits bei Terrormilizen im Nahen Osten kämpfen, die große Liebe vorgegaukelt,. Wenn sie ebenso bereit wären, in den „Heiligen Krieg“ zu ziehen, würden sie wie Königinnen behandelt und ihre Kinder zu ehrenwerten Kämpfer erzogen.

Der Anteil jener jungen Frauen, die auf diese Versprechen in Internetforen und Privatnachrichten hereinfielen, sei in den vergangenen fünf Jahren enorm gestiegen, bestätigte die Landesregierung von NRW dem Frauenausschuss. Unter den 2.900 extremistischen Salafisten im Bundesland seien etwa 15 Prozent Frauen. 70 Frauen wanderten seit dem Jahr 2012 sogar nach Syrien aus.

Langsame „Salafismusprävention“

Etliche Jahre später erkannte nun auch die Interministerielle Arbeitsgruppe „Salafismusprävention“ den Trend und bereite zwei Jahre lang einen Bericht vor. In diesem wird großteils bestätigt, was ohnehin bereits bekannt ist: Dass auch die Frauen bei Anschlägen helfen, großteils aber unterdrückt werden und Kinder gebären sollten. Die Grünen im Düsseldorfer Landtag fordern darum mehr Geld für Forschung und mehr Streetwork-Projekte, um eine Radikalisierung zu verhindern.

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