Der Staat zahlt jährlich Millionen für Gutachter, um Anträge auf erhöhte Familienbeihilfe zu prüfen.

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Erhöhte Familienbeihilfe: Staat zahlt Millionen für Gutachter

Wer hätte gedacht, dass der Staat für die Prüfung der Anträge für den Bezug der erhöhten Familienbeihilfe jährlich Millionen ausgibt? Entsprechende Daten sind aktuell aus dem Sozialministerium zu erfahren. Die erhöhte Familienbeihilfe – sie beträgt seit 2016 152,90 Euro zusätzlich zum normalen Betrag – bekommen Eltern für ein Kind, wenn es eine Behinderung von mindestens 50 Prozent hat.

Gutachter kosten Staat Millionen

444 Gutachter (Stand April 2017) prüfen österreichweit alle Anträge auf erhöhte Familienbeihilfe, aber auch auf Pflegegeld und andere Finanzbezüge. Und allein 2016 gab es 22.134 Anträge. 17.242 wurden bewilligt. Der Großteil der Anträge wurde mit 7.244 in Wien gestellt.

Das zuständige Finanzamt beauftragt das Sozialministeriumservice mit der Erstellung eines Gutachtens und trägt auch die Kosten dafür. Für 2016 sind  mehr als 2,5 Millionen Euro angefallen. Für die Einreichung eines Behindertenpasses werden ebenfalls Gutachten beauftragt. Die Kosten für 2016 beliefen sich auf mehr als 4,8 Millionen Euro. Das meiste Geld allerdings beanspruchen Pflegegeldverfahren. 2016 gab es Kosten von mehr als 27 Millionen Euro.

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