Am 8. Mai wird auf dem Heldenplatz das „Fest der Freude“ gefeiert – heuer wurde es eine Wahlkampfveranstaltung für Rot, Schwarz und Grün.

Foto: Bild: Manfred Werner / Tsui / Wikimedia CC BY-SA 3.0
„Fest der Freude“ wurde zum peinlichen Schaulaufen heimischer Politiker

Als ob sie es geahnt hätten: Bei leichtem Regen kamen nur mehrere hundert Menschen am 8. Mai auf den Wiener Heldenplatz, um dort das "Fest der Freude" zu feiern. Denn statt einen entspannten Abend mit den Wiener Symphonikern und der Musik von Ludwig van Beethoven zu genießen, mussten sich die Gäste des Gratiskonzerts langatmige Reden heimischer Politiker anhören.

Bühne für Wahlkampfreden

Moderatorin Katharina Stemberger versuchte quasi die Auftritte von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ), Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne), Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) damit zu rechtfertigen, dass sie die Veranstaltung ja finanziell unterstützt hätten. In Wahrheit haben freilich die Steuerzahler ein "Gratiskonzert" finanziert und so unfreiwillig den Politikern eine Bühne für Wahlkampfreden gegeben.

Vassilakou, Mitterlehner und Kern live im ORF

Statt nämlich tatsächlich ausschließlich über die Befreiung Österreichs vom nationalsozialistischen Regime vor 72 Jahren zu sprechen, kam immer wieder die Wahl in Frankreich ins Spiel. Und die Freude darüber, dass nicht Marine Le Pen neue Präsidentin wurde, sondern ihr Widersacher Emmanuel Macron. Zwischen den Zeilen feierten Rot, Schwarz und Grün den Erfolg über "Rechtspopulismus" und "Rechtsextremismus". Es wurde eine Wahlkampfveranstaltung auf Kosten der Steuerzahler, die auch noch vom ORF live übertragen wurde.

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