Militärische Ehren und Bundeshymne vor dem Spiel: Das erlebte das Fußballteam der Journalisten in Leshan.

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Hymne und militärische Ehren für österreichisches Hobby-Fußballteam in China

Das österreichische Fußballteam der Journalisten hat in den 30 Jahren seines Bestehens ja schon einiges gesehen. Doch was die Hobbykicker, die schon in mehr als 110 Ländern freundschaftliche Begegnungen gegen Kollegen absolvierten, bei ihrer China-Tournee im April erlebten, stellte fast alles in den Schatten: In Leshan, einer 3,4 Millionen Einwohner zählenden Stadt in der Provinz Sichuan, gab es vor rund tausend begeisterten Zuschauern sogar eine Zeremonie mit militärischen Ehren und den Hymnen der beiden Länder.

Partnerschaft mit Salzkammergut

Leshan ist den Österreichern noch mehr verbunden als andere Städte in China. Vor einem Jahr wurde zwischen der chinesischen Weltkulturerbe-Stadt und der Tourismusregion Dachstein-Salzkammergut ein Freundschaftsvertrag geschlossen. Seither gibt es regen Austausch zwischen den Regionen, im Sommer wird eine Delegation aus Leshan in das Salzkammergut reisen und als Geschenk ein wahres Kunstwerk mitbringen: eine Nachbildung des Großen Buddha.

Weltgrößte Skulptur eines Buddha

Der Große Buddha in Leshan zieht jedes Jahr Millionen von Touristen an. Er ist die weltgrößte Skulptur eines Buddha aus Stein und wurde während der Tang-Dynastie (618 – 907) aus einem Felsen gehauen. 1996 wurde er zusammen mit dem Emei Shan, einem der vier heiligen Berge im Buddhismus, der ebenfalls in Leshan steht, in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Die Maße des Großen Buddha sind beeindruckend: Die Skulptur ist 71 Meter hoch, an den Schultern 28 Meter breit und auf seinem kleinen Zehennagel findet eine Person problemlos Platz.

Heimat der Pandabären

Neben dem Großen Buddha, dem heiligen Berg und zahlreichen gewaltigen Buddha-Skulpturen in gigantischen Höhlen, sind in der Umgebung auch die Pandabären zuhause. Wen wundert's, dass die Stadt Leshan bei so vielen Attraktionen und dem – wenn man möchte – schärfsten Essen der Welt voll auf den Tourismus als Wirtschaftsfaktor setzt. Darauf soll die Tourismusmesse "Scite", die jedes Jahr im September tausende Menschen aus der Reisebranche anlockt, hinweisen.

Tormann erlitt Muskelfaserriss

Sehenswürdigkeiten wohin das Auge reicht, kulinarische Köstlichkeiten und freundliche, hilfsbereite Menschen – diesen Eindruck nahm auch das Fußballteam der Journalisten aus China, und speziell aus Leshan mit. Mit drei Siegen und zwei Niederlagen verlief die sportliche Bilanz dann auch noch positiv. Während man Siege in Peking, Xiang und Shanghai einfahren konnte, verloren die Hobbykicker zwei Spiele auf Kunstrasen. Eines davon ausgerechnet in Leshan, wofür zwei Gründe ausschlaggebend sein könnten: Zum einen die großartige Zeremonie und die Zuschauerkulisse, die manchen Spieler nervös machte, und zum anderen zog sich der Tormann des Teams, der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete Alfred Wansch, nach wenigen Minuten gleich einen Muskelfaserriss zu.

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