US-Fahrdienst UBER: Kanzlergattin wirbt für Taxi-Konkurrenz

Der umstrittene US-Fahrdienst UBER erhält Unterstützung durch die Ehefrau von Christian Kern.  Foto: Hipsta.space / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Der umstrittene US-Fahrdienst UBER erhält Unterstützung durch die Ehefrau von Christian Kern.
Foto: Hipsta.space / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
13. Mai 2017 - 15:00

Das Taxigewerbe ist in der Familie von Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) offensichtlich nicht hoch im Kurs. Anders lässt es sich nicht erklären, dass Eveline Steinberger-Kern, die Ehefrau des SPÖ-Bundeskanzlers ausgerechnet für den US-Fahrdienst UBER die Werbetrommel rührt. Steinberber-Kern, Eigentümerin des Unternehmes The Blue Minds Company, wird als UBER-Lobbyistin mit folgendem Werbeslogan zitiert:

Egal, ob ich von einem Termin zum anderen muss oder nach der Arbeit mal meine Tochter abhole, Uber bringt mich pünktlich, sicher und verlässlich ans Ziel.

UBER im Visier der österreichischen Behörden

Dass UBER in Österreich keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge für die eingesetzten Fahrer zahlen soll und die Behörden - von Gewerbebehörde, über Finanzpolizei bis Arbeitsinspektorat - sich längst auf die Lauer gelegt haben, ist der Kanzlergattin offensichtlich entgangen. Zuletzt hatte etwa Sozialminister Alois Stöger, SPÖ-Parteigenosse von Bundeskanzler Kern mitgeteilt, dass das Arbeitsinspektorat hinter UBER her ist. 

UBER schützt sich laut Medienberichten unter anderem durch eine eigene Software gegen Behördenkontrollen, die verhindern soll, dass Fahnder etwa als Fahrgäste mitgenommen werden. 

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