Afghanische Uni-Absolventen sind so gebildet wie österreichische Maturanten | Unzensuriert.at

Afghanische Uni-Absolventen sind so gebildet wie österreichische Maturanten

Der Hochschulabschluss eines Flüchtlings aus Afghanistan ist mit einer heimischen Matura vergleichbar.  Foto: Staff Sgt. Teddy Wade / Wikimedia gemeinfrei
Der Hochschulabschluss eines Flüchtlings aus Afghanistan ist mit einer heimischen Matura vergleichbar.
Foto: Staff Sgt. Teddy Wade / Wikimedia gemeinfrei
14. Mai 2017 - 12:04

„Der durchschnittliche Zuwanderer von heute ist gebildeter als der durchschnittliche Österreicher!“ Mit diesem Satz sorgte im Jänner 2015 Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) für Wirbel. Den Beweis hat Kurz, der offenbar sehr bald die ÖVP als Obmann übernehmen könnte, bis heute nicht erbracht.

Niedrigere Qualitätsniveaus offenkundig

Wenn man eine aktuelle Anfragebeantwortung des (wie böse Zungen behaupten, von ihm abgesägten) Noch-Ministers und ÖVP-Obmanns Reinhold Mittlerlehner begutachtet, kann Kurz den Beweis zumindest bei jenen Zuwanderern, die Flüchtlinge sind, keineswegs erbringen. Es ist schon technisch nicht möglich, weil in der nationalen Hochschulstatistik keine Daten geführt werden, ob ein Student auch Flüchtlingsstatus hat.

Außerdem wird festgehalten, dass etwa Abschlüsse von Studien an afghanischen Universitäten im Regelfall auf einem niedrigeren Qualitätsniveau liegen als im europäischen Hochschulraum. So sei ein dreijähriger Bachelorabschluss aus Afghanistan mit einem Sekundarschulabschluss in Österreich vergleichbar. Anders gesagt, solche Studenten haben das Niveau eines Maturanten. In diesem Fall darf die Schlussfolgerung erlaubt sein, dass afghanische Studenten im Vergleich zu österreichischen Studenten weniger gebildet sind.

Flüchtlinge müssen keinen Bildungsnachweis erbringen

Dem nicht genug, ermöglicht es das Universitätsgesetz, dass Flüchtlinge gar keinen Nachweis ihres abgeschlossenen Studiums erbringen müssen. Das Rektorat kann von der Verpflichtung zur Vorlage einzelner Urkunden absehen, wenn glaubhaft gemacht wird, dass deren Beibringung innerhalb einer angemessenen Frist unmöglich oder mit großen Schwierigkeiten verbunden ist und die vorgelegten Unterlagen für eine Entscheidung ausreichen.

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