Im Jänner 2017: 761 Flüchtlinge abgeschoben – Kosten für Rückkehrhilfe explodiert

Die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein ist mittlerweile dafür bekannt, dass sie regelmäßig Anfragen betreffender der Abschiebungen von illegalen Flüchtlingen stellt. Daten für den Jänner 2017 sind nun eingelangt. Um es vorweg zu nehmen: Auffällig ist dabei, dass die Kosten für die sogenannte Rückkehrhilfe verhältnismäßig stark angestiegen sind.

Kosten von drei Millionen Euro im Jahr?

250.725,80 Euro beträgt die Summe für den Monat Jänner. Wenn man bedenkt, dass die Rückkehrhilfe für das gesamte Jahr 2016 mit 855.720,94 Euro beziffert wurde, dann muss man mit einer enormen Steigerung rechnen. Sollten sich die für Jänner 2017 genannten Summen über die restlichen Monate fortsetzen, dann dürfte Österreich illegalen Flüchtlingen in Summe drei Millionen Euro dafür bezahlen, dass sie wieder in ihre Heimat zurückkehren. Die größte Gruppe der Personen, die freiwillig gingen, waren Serben, gefolgt von Rumänen, Afghanen und Irakern.

441 Flüchtlinge mit Zwang abgeschoben

Nun zu den konkreten Zahlen, was die Außerlandesbringung von Flüchtlingen betrifft. Im Jänner 2017 erfolgten insgesamt 761 Außerlandesbringungen, davon 320 freiwillige Ausreisen und 441 zwangsweise Außerlandesbringungen. Die zwangsweisen Außerlandesbringungen gliedern sich in 253 Dublin-Überstellungen und 188 Abschiebungen. 239 Flüchtlinge wurden mit dem Flugzeug zwangsweise abgeschoben. Im Vergleich mit Jänner 2016 hat sich die Zahl verringert. Damals erfolgten 873 Abschiebungen, allerdings nur 145 zwangsweise mit dem Flugzeug. Freiwillig gingen 624. Dubios: Obwohl Österreich mehr Geld in die Hand nimmt, damit Illegale freiwillig wieder gehen, nahm die Anzahl der freiwilligen Ausreiser im Vergleich ab.

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