Keiner steht so sehr für die alte Regierung wie Sebastian Kurz

HC Strache und Herbert Kickl geben den Startschuss zur freiheitlichen Aufklärungskampagne über die rot-schwarze Wendehals-Politik. Foto: NFZ
HC Strache und Herbert Kickl geben den Startschuss zur freiheitlichen Aufklärungskampagne über die rot-schwarze Wendehals-Politik.
Foto: NFZ
16. Mai 2017 - 12:00

Mit der Obmann-Rochade in der ÖVP und dem vom designierten Obmann Sebastian Kurz geäußerten Wunsch nach Neuwahlen steuert die rot-schwarze Koalition auf ihr Ende zu. Kurz dürfte verstanden haben, dass die Bilanz der Regierung, der er selbst seit sechs Jahren angehört, nicht dazu angetan ist, die Wähler wieder für die beiden beteiligten Parteien stimmen zu lassen. Daher zwingt er die ÖVP zur Selbstverleugnung und macht sich zum Vorsitzenden des Sebastian-Kurz-Wahlvereins.

Kommentar von Unzensurix

Im FPÖ-Lager zögerte man nicht, die Chance auf Neuwahlen beim Schopf zu packen, und zeigt sich auch inhaltlich bestens gerüstet. Als ob man es geahnt hätte, präsentierten Parteiobmann HC Strache und Generalsekretär Herbert Kickl schon am folgenden Montag eine große Kampagne unter dem Slogan "Auf ihn kann Österreich immer zählen, während andere nur kurz vor Wahlen scheinbar klüger werden". Auf Plakaten, mit einem Folder und in den sozialen Medien setzt man sich mit dem Versagen der Regierung auseinander und versucht insbesondere, das falsche Spiel von Kanzler Kern und Außenminister Kurz zu entlarven.

Erst bekämpft, dann abgekupfert, doch den "Elchtest" nicht bestanden

Anhand verschiedener Politik-Bereiche wird dargestellt, wie Rot-Schwarz von der FPÖ und HC Strache bereits vor Jahren erhobene Forderungen erst massiv bekämpft und dann scheinbar übernommen haben. Das Problem: Den "Elchtest" haben sie nicht bestanden. SPÖ und ÖVP stimmten im Parlament die von ihren Spitzen erhobenen Forderungen gnadenlos nieder. So etwa beim Kampf gegen des Islamismus, beim Stopp des Familienbeihilfe-Exporte und auch beim Schutz für die heimischen Arbeitnehmer.

Kurz steht für Rot-Schwarz vom Anfang bis zum bitteren Ende

Vor allem was Kurz betrifft, ist der Hinweis auf seine Mitverantwortung höchst angebracht. Denn der Außenminister versucht, mit der Verleugnung seiner eigenen Partei auch jede Beteiligung an der bei ihm in Ungnade gefallenen Regierung vergessen zu machen. Dabei gehört er ihr - zunächst als Staatssekretär, dann als Minister - schon sechsmal so lang an wie sein roter Gegenspieler, der SPÖ-Vorsitzende und Bundeskanzler Kern.

Die Videos zur FPÖ-Kampagne "Auf ihn kann Österreich immer zählen":

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