Rezession in Griechenland: Für viele Griechen spuckt der Bankomat kein Geld mehr aus.

Foto: Bild: arpakola at gmail / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Griechenland: Wirtschaftliche Rezession setzt sich auch 2017 fort

Die griechische Wirtschaft bleibt in der Rezessionsfalle. Von Jänner bis März 2017 ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent geschrumpft. Im 4. Quartal 2016 ist es sogar um 1,2 Prozent zurückgegangen. Die durch die Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras (SYRIZA) den internationalen Geldgebern gegenüber dargestellten Wachstumsphantasien haben sich somit ein weiteres Mal nicht bewahrheitet. Obwohl die griechische Statistikbehörde Elstat für das zweite Quartal 2017 von einem realen Wachstum ausgeht, zeigen sich internationale Wirtschaftsexperten skeptisch.

Der für das gesamte Wirtschaftsjahr 2017 ausgerufene Wachstumsturbo von 2,7 Prozent musste bereits auf 2,1 Prozent gesenkt werden.  Beherrscht man die Grundrechnungsarten, dann müsste in den Quartalen Zwei bis Vier ein durchschnittliches Wachstum von 2,8 Prozent stattfinden, um das Delta im ersten Quartal noch ausgleichen zu können.

Armut greift unter Regierung Tsipras weiter um sich

Gegen eine deutliche Erholung der griechischen Wirtschaft spricht auch die anhaltend negative soziale Situation in Griechenland unter der Linksregierung Tsipras. Aktuell sind nicht weniger als 1,5 Millionen Griechen akut armutsgefährdet. Gleichzeitig verschärft die Regierung mit weiteren Sparpaketen bei mittleren Pensionsbeziehern die Rentenzahlungen 2017, 2018 und 2019. Von den derzeit arbeitslosen Griechen erhalten lediglich zehn Prozent Arbeitslosenunterstützung, sodass der Konsum in weiten Kreisen der Bevölkerung auch 2017 zurückgehen wird bzw. stagniert. 

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