Wie hier 2015 gehen die Griechen auch diesmal gegen weitere Sparpläne der Regierung auf die Straße.

Foto: Bild: DTRocks / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Streikwelle gegen griechisches Sparpaket lähmt Verkehr und Verwaltung

Eine neue Streikwelle gegen das von Ministerpräsident Alexis Tsipras (SYRIZA) vorgelegte 4,9 Milliarden Euro schwere Sparpaket lähmt Verkehr und Verwaltung in Griechenland. Die ökonomischen Einschnitte sind eine Maßnahme, die die internationalen Geldgeber von Athen gefordert haben. 

Öffis stehen still, Schulen geschlossen

Die neue Protestbewegung hat durch Streiks den öffentlichen Verkehr in Form von Buslinien, Bahn- und Fährbetrieb zum Stillstand gebracht. Gleichzeitig haben sich auch die Bediensteten in der Verwaltung und in öffentlichen Institutionen wie dem Schul- und Kulturwesen dem Ausstand angeschlossen.

Die Streikenden wollen mit ihrem Protest eine Beschlussfassung der milliardenschweren Einsparungen in der Parlamentssitzung am 18. Mai 2017 verhindern. Aktuell unterstützen nur mehr 153 der 300 Abgeordneten den politischen Kurs des linken Ministerpräsidenten in Athen.

Griechenlands Pensionisten steht  15. Kürzung ihrer Bezüge bevor

Bei dem aktuell behandelten Sparkpaket werden vor allem wieder die Pensionisten finanziell zur Ader gelassen. Im Rahmen der laufenden Parlamentsverhandlungen werden sie bereits zum 15. Mal mit einer Kürzung ihre Bezüge beglückt. Neben Familien und Arbeitslosen zählt die ältere Generation zur Gruppe jener, die akut armutsgefährdet sind.

Derzeit werden in den einschlägigen Statistiken bereits 1,5 Millionen Griechen als arm eingestuft. Durch zunehmenden ökonomischen Abstieg und dadurch bedingtes mangelndes Konsumverhalten ist aktuell auch die Konjunktur im Abwärtstrend. 

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