Bitcoin: Nationalbank ruft nach Kontrolle für virtuelle Währung

OeNB-Guverneur Ewald Nowotny sorgt sich wegen des Bitcoin-Hypes. Foto: E.Schumm / Wikimedia  (CC-BY-SA-3.0)
OeNB-Guverneur Ewald Nowotny sorgt sich wegen des Bitcoin-Hypes.
Foto: E.Schumm / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
30. Mai 2017 - 16:02

Alarmstufe Rot herrscht in der österreichischen Nationalbank, wenn es um die virtuelle Währung Bitcoin geht. Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny ruft nach effizienter Kontrolle der Cyperwährung. Was da jetzt unter Bitcoin und Co virtuell daherkomme, habe mit echtem Geld wenig zu tun, dafür sei es als Spekulationsobjekt hoch geeignet. Wer mit Spekulationen auf Aktien oder Rohstoffe nicht mehr das Auslangen findet, sei also jetzt der Faszination von Bitcoin erlegen.

Nowotny will Kontrolle durch traditionelle Währungshüter

Für den österreichischen Notenbanker ist aberausschließlich ein System, das von den traditionellen Währungshütern kontrolliert wird, geeignet, Rechtssicherheit und Transparenz zu gewährleisten. Viele, die jetzt auf Bitcoins schwören, werden das wohl genau gegensätzlich sehen.

Die Einführung einer virtuellen Währung durch die Notenbanker sei aber noch in weiter Ferne, da für ein solches Projekt umfangreiche Vorarbeiten und Regulierungen von Nöten seien.

Bank of England arbeitet seit 2004 an Cyberwährung

Als einzige Notenbank arbeitet die Bank of England bereits seit 2004 offiziell an der Einführung einer eigenen Cyberwährung.

Insgesamt ist die Bitcoin-Generierung für viele Markteilnehmer sehr undurchschaubar. Aktuell stehen viele Rechner zur Bitcoin-Produktion in China oder in Venezuela. Dort ist die Kontrolle aber für Banken und Konsumenten aus anderen Ländern nicht gegeben.

Zuletzt kam etwa auch eine virtuelle Konkurrenzwährung unter dem Namen OneCoin in Deutschland ins Visier der Justizbehörden. Dort laufen Untersuchungen wegen Geldwäsche und der Etablierung eines Pyramidenspiels mit virtuellen Guthaben. 

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