Terror in London: Das Wort „Islam“ kommt in Reaktionen von Kurz, VdB und Co. nicht vor | Unzensuriert.at

Terror in London: Das Wort „Islam“ kommt in Reaktionen von Kurz, VdB und Co. nicht vor

Wenn man die Ursache des Terrors nicht wahrhaben will, kann man - wie Außenminister Kurz - bedenkenlos fundamentalistischen Moslems wie dem saudi-arabischen Herrscherhaus seine Aufwartung machen. Hat ja alles nichts mit nichts zu tun... Foto: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (Dragan Tatic) / flickr  (CC BY 2.0)
Wenn man die Ursache des Terrors nicht wahrhaben will, kann man - wie Außenminister Kurz - bedenkenlos fundamentalistischen Moslems wie dem saudi-arabischen Herrscherhaus seine Aufwartung machen. Hat ja alles nichts mit nichts zu tun...
Foto: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (Dragan Tatic) / flickr (CC BY 2.0)

Es wird zur makaberen Routine. Die Floskeln, die das österreichischen Politpersonal zu den sich in immer kürzeren Abständen wiederholenden islamischen Terrorakten absondert, werden immer abgestumpfter und schablonenhafter. Und eines zieht sich als Konstante durch: Das Wort „Islam“ kommt darin nicht vor, auch nicht jetzt zum Anschlag in London.

Kurz an IS: Bitte nicht auf Zivilisten zielen!

Völlig hilflos fiel die in Englisch verfasste Reaktion von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) in seiner Funktion als aktueller OSZE-Vorsitzender aus. Hier einige übersetzte Passagen daraus und unsere Anmerkungen dazu:

Das Zielen auf unschuldige Zivilisten in wahllosen Gewalttaten ist inakzeptabel und niemals gerechtfertigt.

Wäre denn etwa das Zielen auf Soldaten oder Polizisten akzeptabel und gerechtfertigt?

Ich verurteile aufs Schärfste diese Angriffe auf unschuldige Menschen, die ihren Samstagabend im Zentrum Londons genießen wollten, als einen Versuch, Angst in unseren Gesellschaften zu verbreiten.

Der Versuch dürfte gelungen sein, wenn Mörder mit Messern durch London laufen und Menschen wahllos den Hals durchschneiden.

Wir werden zusammenstehen, um unsere offenen Gesellschaften, unsere Lebensweise und unsere gemeinsamen Werte zu schützen, und die internationale Zusammenarbeit intensivieren, um allen Formen des gewalttätigen Extremismus und Terrorismus entgegenzuwirken.

Wenn die Gesellschaften weiterhin Richtung islamischer Welt offen bleiben, werden wir unsere Lebensweise und unsere gemeinsamen Werte bald gut verstecken müssen. Und was die Zusammenarbeit betrifft, wäre es vorderhand genug, dem gewalttätigen islamischen Extremismus und Terrorismus entgegenzuwirken. Danach kann man sich in Ruhe auf die schätzungsweise 0,1 Prozent nicht-islamischen Terrorakte konzentrieren.

Auch von VdB kein Wort zum islamischen Hintergrund der Täter

Auch die Reaktion von Bundespräsident Alexander Van der Bellen zeigt, wie abgehoben und entrückt die Systempolitiker den tagtäglich stattfindenden Geschehnissen sind. Solidarität zollt Van der Bellen dem Vereinigten Königreich, nicht den realen Opfern. Es dürfte sich um die Solidarität unter jenen handeln, die durch unverantwortliche Einwanderungspolitik Zustände wie diese möglich gemacht haben.

Damit nicht genug, verschweigt auch VdB in seiner Reaktion, dass der Terror von Islamisten ausgegangen ist. Dafür sorgt er sich, dass bei dessen Bekämpfung auch ja die Grundrechte eingehalten werden. Rechte, die den Opfern genommen wurden.

Lunacek sorgt sich um die Wahlen

Noch zynischer nur Van der Bellens einstige Parteikollegin, die Grüne Neo-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek, die sich jetzt vor allem um die Wahlen in Großbritannien Sorgen macht. „Es ist wichtig, dass die britischen Wahlen stattfinden. Denn wir dürfen uns in unserer Demokratie nicht verunsichern lassen“, lässt sie uns wissen.

Gut dass die überlebenden Opfer und die Angehörigen der Toten von diesen Ungeheuerlichkeiten nie Notiz nehmen werden.

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