Bei den Genossen herrschen raue Sitten. Jetzt raufen sie schon in der Parteizentrale.

Bild: Gryffindor / Wikimedia gemeinfrei
In der SPÖ liegen die Nerven blank – Jetzt gehen die Roten schon aufeinander los

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge kam es bereits letzte Woche in der SPÖ-Parteizentrale in der Wiener Löwelstraße zwischen einem Mitarbeiter des Kanzleramtes und einem Mitarbeiter der SPÖ-Zentrale zu einer handfesten Auseinandersetzung. Der Kern-Mitarbeiter erhielt Hausverbot.

Chaos und Ratlosigkeit

Die Nerven liegen blank bei den Genossen. Plan A des Kanzlerdarstellers Christian Kern ging schief, Plan B scheint man keinen zu haben. In Umfragen ist man auf Rang drei hinter die türkise Sprechblase Sebastian Kurz und die FPÖ mit HC Strache abgerutscht. Zudem sind die Wiener Roten wegen der Häupl-Nachfolge heillos zerstritten und in interne Grabenkämpf verwickelt. Die Genossen scheinen bereits düstere Wolken für die Noch-Kanzlerpartei über der Wahl am 15. Oktober aufziehen zu sehen.

Beschimpfungen und Rempeleien

Der Rangelei vorangegangen ist angeblich eine verbale Auseinandersetzung zwischen zwei Mitarbeitern des Kanzleramtes und einem Mitarbeiter der SPÖ-Zentrale, die einander zunächst nur beschimpft hätten. Dann dürfte der Streit eskaliert sein und einer der Kern-Mitarbeiter soll seinen Parteifreund zu Boden gestoßen haben.

Hat Pizzabote Kern Partei noch im Griff?

Grund für die Auseinandersetzung sollen Meinungsverschiedenheiten über die Wahlkampf-Strategie und die Wahlkampflinie gewesen sein. Zudem scheint es in der Löwelstraße Unmut darüber zu geben, dass die Koordination des Wahlkampfes nicht über die Parteizentrale sondern über Kanzleramtsminister Thomas Drozda laufen soll. Auch über die Haltung zur FPÖ soll man sich nicht einig sein.

Der Vorfall scheint beredtes Zeugnis dafür zu sein, dass dem Noch-Kanzler Christian Kern nach der Bundesregierung nun auch seine eigene Partei völlig aus dem Ruder gelaufen ist.

Mittlerweile sollen sich die Kampfhähne entschuldigt und den Konflikt beigelegt haben. Der Umstand jedoch, dass jemand in der SPÖ es sogar für nötig hielt, die Medien von der unschönen Szene in Kenntnis zu setzen, lässt ahnen, wie angespannt die Lage in der SPÖ nach wie vor ist.

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