In dem muslimisch geprägten Land Ägypten sollten künftig keine westlichen Namen mehr erlaubt werden.

Foto: Bild: Henrik Hansson - Globaljuggler / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Ägypten diskutiert über Verbot westlicher Namen

Um eine „unerwünschte Veränderung der Gesellschaft und Kultur“ zu verhindern, hat ein ägyptischer Abgeordneter einen folgenschweren Gesetzesvorstoß im Parlament eingebracht. Anderes als in multikulturellen Ländern, wo jede Verdrängung der eigenen Kultur klatschend und begeistert aufgenommen wird, will sich das nordafrikanische Land auf seine Wurzeln besinnen und künftig keine „westlichen“ Namen mehr zulassen. Aus Mark sollte dann beispielsweise Mohammed werden.

Bis zu sechs Monate Haft drohen

Eltern, die ihre Kinder dennoch so nennen, müssten nach Beschluss dieses Vorschlages mit einem Bußgeld von bis zu umgerechnet 250 Euro und sechs Monaten Haft rechnen, berichtet die Welt. Für ägyptische Verhältnisse also eine sehr drastische und hohe Strafe. Grund dafür ist die arabische Kultur der Gesellschaft und des Landes, die so erhalten bleiben und vor westlichen Einflüssen möglichst geschützt werden sollte, argumentiert der Antragsteller Bedier Abdel Aziz.

Keine Scheinverlobungen

Doch nicht nur mit diesem skurrilen Vorschlag muss sich das Parlament in Kairo befassen. Ein weiterer Abgeordneter reichte einen Antrag ein, der es Paaren verbieten sollte, sich ohne triftigen Grund zu verloben und dann doch nicht zu heiraten. So sei es Muslimen nämlich möglich, Geschlechtsverkehr auch ohne Trauschein zu haben, aber die Ehe selbst zu missachten.

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