Der US-Konzern Monsanto steht mit seinem Produkt Roundup im Visier der Glyphosat-Gegner.

Foto: Bild: Luther Blissett / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0)
Eine Millionen Europäer haben bereits gegen Glyphosat unterschrieben

Einen großen Erfolg konnten die Gegner des Pflanzenschutzmittels Glyphosat mit ihrer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) erzielen. Bisher haben bereits mehr als eine Millionen EU-Bürger für ein Verbot von Glyphosat, eine Reform des Zulassungsverfahrens für Pestzide und verpflichtende Ziele für Pestizid-Reduktionsprogramme unterschrieben.

Bisher erfolgreichste Initiative auf EU-Ebene

Die Initiative hat diese Unterschriftenanzahl binnen fünf Monaten erzielt und ist damit bisher die erfolgreichste und am schnellsten durch Bürgerunterstützung gewachsene Initiative seit Einführung dieses Mitbestimmungselements in der EU im Jahr 2012.

Unterstützer aus allen 28 Mitgliedstaaten

Die Unterstützer kommen aus allen 28 EU-Mitgliedsstaaten und unterstreichen damit die Breite der Bürgerbewegung gegen die Gefahren dieses Pflanzenschutzmittels. Der Global-2000-Chefexperte in Sachen Glyphosat, Dr. Helmut Burtscher, hofft auf eine Umkehr der EU in dieser Frage:

Die EU-Gesetze verlangen ein hohes Maß an Schutz für Mensch und Umwelt – ein Zulassungsverfahren, das sich auf von der Hersteller-Industrie beigebrachte und noch dazu geheime Studien stützt, untergräbt diese Gesetze. Gerade im Fall von Glyphosat tritt dies überdeutlich zu Tage. Aber gemeinsam mit den Bürgern Europas werden wir dieses fehlerhafte Systeme verändern.

Wiederzulassung von Glyphosat stützt sich auf intransparente Studien

Die EU-Kommission verfolgt demgegenüber das Ziel, die Zulassung von Glyphosat um weitere zehn Jahre zu verlängern. Ein formeller Antrag wird für den 19. oder 20. Juli erwartet, im Anschluss sollen die Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten über die Wiederzulassung abstimmen. Auf der Grundlage dieses Abstimmungsergebnisses sollte die Entscheidung der EU-Kommission bis Ende 2017 fallen. Die bisher von den Eurokraten in Brüssel verwendeten Studien zur Rechtfertigung der Weiterzulassung haben sich erst kürzlich als intransparent und unvollständig herausgestellt.

Global-2000-Experte Burtscher wird in diesem Zusammenhang deutlich und nennt die EU-Studien sogar Fake-Wissenschaft. 

Die europäische Bevölkerung lässt sich nicht von der Fake-Wissenschaft der Pestizid-Lobby täuschen. In weniger als 5 Monaten sind mehr als eine Million Europäer dem Ruf gefolgt, ein Verbot von Glyphosat und Pestizid-Reduktion in ganz Europa zu verlangen. Die Botschaft an unsere Politiker ist klar und deutlich: Sie müssen die Bevölkerung und die Umwelt schützen und dieses gefährliche Pflanzengift verbieten! Nur so kann der Weg in eine Pestizid-freie Zukunft gebahnt werden.

Hinter Glyphosat steht vor allem der US-Konzern Monsanto mit seinem Produkt Roundup.

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