Spitzenkandidatin Lunacek verrät sich: Themenlose Grüne setzen erneut auf Anti-FPÖ-Wahlkampf

Auch unter Ulrike Lunacek fahren die Grünen einen strikten Anti-FPÖ-Wahlkampf. Dass man damit nicht viel gewinnt, musste schon Vorgängerin Eva Glawischnig bitter zur Kenntnis nehmen. Foto: Franz Johann Morgenbesser / flickr (CC BY-SA 2.0)
Auch unter Ulrike Lunacek fahren die Grünen einen strikten Anti-FPÖ-Wahlkampf. Dass man damit nicht viel gewinnt, musste schon Vorgängerin Eva Glawischnig bitter zur Kenntnis nehmen.
Foto: Franz Johann Morgenbesser / flickr (CC BY-SA 2.0)
18. Juni 2017 - 15:00

Bei den Grünen herrscht schon seit geraumer Zeit Ideen- und Inhaltslosigkeit, was die politische Agenda betrifft. Daher setzt nun die grüne Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek wie bereits ihre erfolglose Vorgängerin Eva Glawischnig auf einen Anti-FPÖ-Wahkampf. Man wolle die FPÖ mit allen Mitteln verhindern.

Angstmacherei und Hetze gegen FPÖ bei den Grünen

Gegenüber der APA ließ sich Lunacek in die Karten für die kommende Nationalratswahl im Oktober blicken. Und es scheint nur ein vorherrschendes Thema bei den Grünen zu geben: Die FPÖ "verhindern". Mit einem starken Abschneiden wolle Lunacek, angesprochen auf FPÖ-Chef HC Strache, einen "Austro-Trump" verhindern.

Zudem seien die Grünen die einzige Partei, die gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ einstehe. Für Lunacek anscheinend ein gravierender Grund, ihre Partei zu wählen. Dazu passend die Aussage: "Wer die FPÖ nicht will, muss Grün wählen, weil wir machen sicher nicht blau". Und das von den Grünen, die gerade der FPÖ immer wieder Inhaltslosigkeit und "Populismus" vorwerfen.

Flüchtlingskoordinator und Banker Konrad als Partner der Grünen

Angesichts der offensichtlichen Anbiederung der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP an die FPÖ, meinte Lunacek, es gäbe durchaus auch Partner für die Grünen in jenen Parteien. So nannte sie beispielsweise den millionenschweren Ex-Banker und ÖVP-Flüchtlingskoordinator Christian Konrad als lobendes Beispiel für eine grüne Politik. 

Grüne biedern sich bei SPÖ-Wählern an

Ebenfalls keine lobenden Worte fand die Spitzenkandidatin der Grünen für Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Dieser habe sich mit seiner Kritik an den Schlepper-NGOs im Mittelmeer für sie ins Abseits gespielt. Kurz wandle für Lunacek auf den Spuren des ungarischen Ministerpräsidenten Victor Orban. 

Von der schwammigen SPÖ-Annäherung an die FPÖ sei sie ebenfalls "schwer enttäuscht". Die mögliche Zusammenarbeit beider Parteien sei immerhin ein "Tabubruch". Daher plädiere sie an alle SPÖ-Wähler, künftig für die Grünen ihre Stimme abzugeben.

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