Der Falter warnt in seiner jüngsten Reportage seine Leser wieder einmal vor unzensuriert.

Bild: Falter Ausgabe 25/17
Falter versucht mit unseriöser Zitierweise erneut gegen unzensuriert Stimmung zu machen

Kurz vor Beginn des Wahlkampfes kommt der Falter mit einer zweiseitigen Recherche über die "Renaissance der Parteipresse". Was wir dazu zu sagen hatten, interessierte den Redakteur kaum.

Falter-Redakteur Benedikt Narodoslawsky übermittelte uns im Vorfeld eine ganze Reihe an Fragen, die uns in sehr ähnlicher Form vor einiger Zeit vom profil gestellt wurden und die wir bereits ausführlich auf unserer Seite beantwortet haben. 

Falter zitiert so, wie es für seine Propaganda passt

Unter anderem ging es um die Frage, ob unzensuriert auch kritische Artikel über die FPÖ vorweisen könne, da uns erneut Parteilichkeit vorgeworfen wurde. Da sich unser Herausgeber derzeit auf Urlaub befindet, sich aber dennoch Zeit nahm, auf die Anfrage des Falter zu reagieren, schrieb er dazu: 

Tut mir leid, das kann ich nicht beantworten. Wir publizieren jährlich an die 3.000 Artikel. Unzensuriert gibt es seit Februar 2009. Verwende nun nicht meine Zeit im schönen Salzkammergut, um nachzulesen, welchen Inhalt die einzelnen Artikel hatten. Sie können sich aber gerne an Ihre profil-Kollegen wenden. Denen war so fad, dass sie zumindest ein Monat einmal ausgewertet haben. Vielleicht machen sie das für alle unserer Artikel. Würde mich auch sehr interessieren.

In der Reportage des Falter wurde lediglich der erste Satz zitiert, was den Sinn des Obigen einigermaßen verstümmelt:

Auf die Frage, ob unzensuriert.at seit seiner Gründung schon einmal die FPÖ kritisiert habe, antwortet er: „Tut mir leid, das kann ich nicht beantworten."

Steuergeldfinanzierter Falter will sich keine Arbeit machen

Anscheinend wollte sich der Falter-Redakteur dann doch nicht die Mühe machen, unsere Artikel-Datenbank dahingehend zu durchforsten. Er wäre dafür immerhin bezahlt worden, während wir es in unserer Freizeit hätten tun müssen.

Ebenfalls kein Wort fand sich über unser Budget und unsere Zugriffszahlen. Offenbar war Narodoslawsky in der Antwort unseres Herausgebers zu viel Denksport enthalten:

Wir haben im Durchschnitt mehr „visitors“ im Monat, als der Falter im Quartal.

Der Falter hat laut „Medientransparenzliste“ im Jahr 2016 1,239 Mio. Euro erhalten Nicht enthalten sind ua Zahlungen für Medienkooperationen. Unser gesamtes Jahresbudget beträgt in etwa 6% dieser öffentlichen Gelder, die der Falter einkassiert.

Unzensuriert bediene sich "hetzerischen Stils"

Generell bedient sich die Reportage genau jenes Alarmismus, derselben Stimmungsmache und Simplifizierung, wie es in den einleitenden Worten alternativen Onlinemedien wie Breitbart News oder eben unzensuriert vorgeworfen wird. Fakten, die der Mainstream bewusst verschweigt, werden in gewohnter Manier als "Verschwörungstheorien, Halbwahrheiten und Gerüchte" klassifiziert, die lediglich "eine eigene, dunkle Weltsicht" propagieren und damit eine "Gegenöffentlichkeit zu etablierten Medien" erzeugen.

Natürlich, so der Falter, sei dies auch in Österreich längst Realität. Unzensuriert würde beispielsweise in seinen Beiträgen "verzerrt und übertrieben" berichten. Generell wirft man uns einen "hetzerischen Stil" vor.

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