Uber-Boss Kalanick musste den Vorstandssessel auf Druck der Investoren räumen.

Foto: Bild: Heisenberg Media / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Uber-Chef Travis Kalanick ist Geschichte

Ein persönlich überbrachter Entlassungsbrief beendete die Karriere von Travis Kalanick beim US-Fahrdienst Uber. Zwei Partner der Investmentfirma Benchmark, einem Miteigentümer von Uber, hatten das Schriftstück persönlich an Kalanick zugestellt. Im Hintergrund soll Bill Gurley, Uber-Aufsichtsrat und ebenfalls Partner bei Benchmark, die Fäden für den Sturz des Spitzenmanagers gezogen haben. Er soll fünf Miteigentümer, die zusammen mehr als 40 Prozent der Anteile halten, überzeugt haben, Kalanick von der Firmenspitze abzuberufen.

Der jetzt gestürzte Uber-Chef hatte erst letzte Woche nach einer Aufsichtsratssitzung beschlossen, sich eine Auszeit zu nehmen. Aus dieser wird jetzt nach dem Willen der Eigentümer ein Dauerzustand und damit das völlige Ende der Karriere von Kalanick in dem von ihm selbst gegründeten Unternehmen.

Uber-Unternehmenskultur soll Investoren massiv stören

Zentraler Inhalt des Schreibens an Kalanick soll neben der Aufforderung zum Rücktritt auch die Unternehmenskultur bei Uber gewesen sein. Die Geldgeber stoßen sich an den seit Monaten in den Schlagzeilen berichteten Skandalen, die von sexueller Belästigung bis hin zum Einsatz von Spionagesoftware reichen.

In Österreich ist Uber wegen Behördenverfahren im Zusammenhang mit Lohn- und Sozialdumping wiederholt Gegenstand von parlamentarischen Initiativen geworden, die einen Schutz des traditionellen Taxigewerbes vor Uber fordern. 

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