Die SPÖ lässt ihren “politischen Botschafter” nicht fallen und ließ Fendrich noch einmal vor großem Publikum spielen.

Bild: Stefan Brending / Wikimedia CC BY-SA 3.0 de
Rainhard Fendrichs schwache politische Botschaft auf dem Donauinselfest: “Gott hilft nicht jedem”

Rainhard Fendrich hatte sich seinen Auftritt beim diesjährigen Donauinselfest redlich verdient. Schon im Vorfeld der Bundespräsidentenwahl machte er deutlich, für wen sein Herz (wia a Bergwerk) schlägt, für Alexander Van der Bellen, und wen er sich auf der Strada del Sole  "am liabsten zum Teifl winschat", nämlich Norbert Hofer.

Großes Publikum für alternden Austropopper

Der SPÖ gefiel das, weshalb sie wahrscheinlich dem alternden Austropopper noch einmal ein großes Publikum bescherte: Auf dem Donauinselfest, wo ohnehin Massen kommen, egal wer da singt oder spielt. Sogar als nur ein Video von einem Falco-Konzert  gezeigt wurde, kamen tausende Besucher.

Spitze gegen Wahlkampfplakat von Norbert Hofer

Wetten, dass Rainhard Fendrich so viele Zuhörer in keine Konzerthalle mehr bringen würde? Viele frühere Fans von ihm sind enttäuscht, weil er sich bei den Konzerten stets politisch äußert, einseitig, immer mit einer Spitze gegen FPÖ-Politiker.

Auch beim Donauinselfest konnte er es nicht lassen, es schien fast so, als müsste er seine musikalischen Defizite durch politische Statements austarieren. "Rassismus ist ein Verbrechen", schrie er wirkend wie ein Oberlehrer von der Bühne. No, na.

Er wusste aber auch, was beim SPÖ-Publikum gut ankommt und nahm rückwirkend Bezug auf die Wahlplakate von Norbert Hofer mit der Aufschrift "So wahr mir Gott helfe". Fendrichs "geniale" Idee dazu: "Gott hilft nicht jedem."

Die großen Erfolge bleiben aus

So richtig lieb dürfte Gott aber auch Fendrich nicht mehr haben. Die großen Erfolge bleiben aus. Geht das so weiter, könnten seine Liedertexte bald auf ihn selbst zutreffen:

Z'erscht hab i'no ausglocht, und jetzt steh i schee do,
und hab kane Lire…

Total abgebrannt steh i da ganz allani,
war i nur daham bliebn bei meine Kumpani.

"I am from Austria" nicht für Freiheitliche

Fendrichs "Kumpani" sind in der SPÖ. Solange er sich laut gegen die Blauen äußert oder der FPÖ eine Klage wegen Urheberrechtsverletzung anzuhängen versucht, kann er auf die Roten zählen. Tatsächlich untersagte Fendrich im Jahr 2005 den Freiheitlichen, bei Wahlkampfauftritten sein Lied "I am from Austria" zu verwenden.

Fendrich, der einst wegen seines Drogenkonsums für negative Schlagzeilen sorgte, blamiert sich mit solchen Aktionen genauso wie Hubert von Goisern, der bei FPÖ-Veranstaltung häufig auftretenden John Otti Band ein Singverbot seiner Lieder erteilte.

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