Der deutsche Bundestag hat mit dem Beschluss der Homo-Ehe das Institut der ehelichen Gemeinschaft zur Farce gemacht.

Foto: Bild: Cienfuegos241 / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Homo-Lobby feiert mit Bundestagsbeschluss zur “Ehe für alle” weiteren Etappensieg

Lange hatte Kanzlerin Angela Merkel den Schein gewahrt, der Homo-Ehe ablehnend gegenüber zu stehen. Doch dann ging alles ganz schnell. Eine bunte Koalition aus allen Parteien hat mit ihrer Hilfe heute Freitag die „Ehe für alle“ beschlossen.

Olav darf nun Detlev heiraten

Bis heute war die Ehe aus guten Gründen als Gemeinschaft aus Mann und Frau definiert. Eine bunte Koalition von Mandataren aller Parteien hat dem nun ein Ende bereitet. 393 Abgeordnete waren der Meinung, dass Olav seinen bereits mit ihm verpartnerten Detlev auch heiraten können soll. Immerhin 226 Abgeordnete stimmten gegen den Antrag.

Die ehemalige Abgeordnete der CDU, Erika Steinbach, sprach in ihrer Rede von einer „Kanzlerdemokratie“. Vielleicht auch schon ein Vorgriff auf das umstrittene Netzdurchsetzungsgesetz der Koalition, das im Windschatten der Diskussion um die Homo-Ehe am heutigen Plenartag ebenfalls beschlossen werden soll.

Merkels plötzlicher Sinneswandel

Durchaus bemerkenswert ist die weltanschauliche Flexibilität der CDU-Chefin Angela Merkel und einiger ihrer Parteifreunde. Als gäbe es den gültigen Grundsatzbeschluss ihrer Partei nicht, dass die Ehe für die CDU Leitbild der Gemeinschaft von Mann und Frau sei, erklärte sie das Abstimmungsverhalten ihrer Mandatare von heute auf morgen zur „Gewissensentscheidung“ und machte damit den Weg für die Homo-Ehe frei. Damit stellt sich die Frage, was von einer Partei zu halten ist, die um den Preis des Machterhalts im Schnellgang ihre eigenen Grundsätze über Bord wirft.

Adoptionsrecht wird wohl folgen

Folgen wir nun wohl auch ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare. Während Merkel zwar heute selbst gegen die Homo-Ehe stimmte, deutete sie bereits an, dass sie die Vergabe fremder Kinder an gleichgeschlechtliche Paare sogar persönlich befürworte.

Österreichischer Nationalrat stimmte gegen Homo-Ehe

In Österreich ist die Gesetzeslage umgekehrt. Der Verfassungsgerichtshof erzwang mit einem höchst fragwürdigen Erkenntnis Anfang 2015 das volle Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare, während der Gesetzgeber im Nationalrat erst gestern Donnerstag der Homo-Ehe einen Riegel vorschob.

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