Boko Haram: Trotz Rückschlägen immer noch in Afrika aktiv

Foto: Bild: AK Rockefeller / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0)
Boko Haram erschließt im Tschadsee neues Operationsgebiet

Der Tschadsee ist ein neues Operationsgebiet der muslimischen Terrororganisation Boko Haram. In den letzten Wochen haben sich Milizionäre auf fünf Inseln im Tschadsee festgesetzt und dort ihre Einsatzbasen errichtet. Dies sind Rückzugsstützpunkte, nachdem die radikalen Muslime im Nordosten Nigerias zuletzt große Teile ihres Territoriums räumen mussten.

Die Boko-Haram-Kämpfer wurden auf den Inseln zuletzt von Armeeeinheiten aus dem Tschad angegriffen, die verhindern wollen, dass die Milizionäre sich in ihrem Grenzgebiet weiter festsetzen. Bei den Kämpfen sollen 162 Boko-Haram-Anhänger und acht Angehörige der Tschad-Armee getötet worden sein.

Boko Haram zieht seit Jahren blutige Spur durch Afrika

Die radikalen Islamisten ziehen seit Jahren eine blutige Spur durch Afrika. Dabei konzentrieren sie sich auf die Gebiete im Norden und Osten Nigerias sowie auf die Grenzgebiete der Nachbarstaaten Tschad, Kamerun und Niger. Seit dem Beginn des islamistischen Feldzugs durch Boko Haram sind mindestens 14.000 Zivilisten getötet und mehr als zwei Millionen vertrieben worden.

Tausende Zivilisten, vor allem Frauen und Kinder, wurden von den fanatischen Muslimen auch verschleppt und im islamistischen Sinn umerzogen. In den ersten Monaten des Jahres 2017 konnte die nigerianische Armee allerdings laut eigenen Angaben rund 5.000 Geiseln aus den Händen von Boko Haram befreien. 

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