Flüchtlinge dürfen nach nur zwei Semestern “Zertifikatskurs” als Lehrer unterrichten – Unzensuriert

Flüchtlinge dürfen ab September an Österreichs Schulen unterrichten. Sie benötigen dafür nur zwei Semester an Ausbildung.

Foto: Bild: Metropolitan School / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Flüchtlinge dürfen nach nur zwei Semestern “Zertifikatskurs” als Lehrer unterrichten

Ab September dieses Jahres wird es sogenannten "geflüchteten Lehrern" in Österreich möglich sein, nach Absolvieren eines nur zweisemestrigen "Zertifikatskurses" an heimischen Schulen zu unterrichten. Dieser Kurs wird an der Universität Wien angeboten. FPÖ-Bildungssprecher Wendelin Mölzer stellte diesbezüglich nun einige Anfragen sowohl an das Bildungs- wie auch an das Wissenschafts- und Außenministerium.

"Hochqualifizierte Flüchtlinge" benötigen nur zwei Semester Ausbildung

In dem Zertifikatskurs mit Namen "Bildungswissenschaftliche Grundlagen für Lehrkräfte mit Fluchthintergrund" werden den "geflüchteten Lehrern" – es soll sich insgesamt um ganze 30 Ausbildungsplätze handeln – bildungswissenschaftliche Grundlagen und Wissen rund um das österreichische Bildungswesen vermittelt, um sie anschließend in das heimische Schulsystem integrieren zu können. Wurde der Kurs erfolgreich absolviert, sind die Migranten über Sonderverträge berechtigt, in ihren bereits studierten Fächern zu unterrichten. Für einen regulären Vertrag als Lehrer muss allerdings – falls nicht vorhanden – ein zweites Fach nachstudiert werden.

Österreicher müssen Masterstudium erbringen, um zu unterrichten

Der Skandal an der Sache: Während ein österreichischer Akademiker, der nach einer Berufspraxis in den Lehrberuf quer einsteigen möchte, ein Masterstudium mit mindestens 120 ECTS an Leistungspunkten absolvieren muss (Lehramtsstudium/Master of Education), wird "Flüchtlingen" einfach ein zweisemestriger Schnellkurs gewährt. 

Aktuell wirbt das Bildungsministerium sogar mit einer Inseratenkampagne für die "PädagogInnenbildung Neu". Dabei sind für solche Quereinsteiger aus Österreich auch noch mehrstufige Eignungs- und Aufnahmeverfahren verpflichtend. 

Flüchtlingslehrer sollen Flüchtlingskinder unterrichten

Ziel des "Ausbildungsprogrammes" ist es schließlich, die Lehrer für den Umgang mit Flüchtlingskindern und deren Familien heranzuziehen. Dafür müssen sie auch Praktika an Schulen absolvieren. Vor allem die "Kommunikation mit den fremdsprachigen Eltern" soll so erleichtert werden. Immerhin, Gottfried Biewer, wissenschaftlicher Leiter des Zertifikatskurses, spricht schon jetzt von "vielen hoch qualifizierten Akademikern, die in der Schule dringend gebraucht werden und von deren Integration ins Bildungssystem Österreich sehr profitieren wird". 

Außenministerium bezahlt Kurs, AMS Lebenshaltungskosten

Interessant wird es auch bei der Finanzierung des kostspieligen Zertifikatskurses für "geflüchtete Lehrer". Die Kursgebühren werden vom Außenministerium unter Sebastian Kurz (ÖVP) übernommen. Der Wiener Stadtschulrat und die Universität Wien stellen Räumlichkeiten und Praktikumsplätze zur Verfügung. Das AMS Wien und das AMS Niederösterreich kommt letztlich auch noch für die Deckung des Lebensunterhalts der "Lehrer" auf.

Wie werden Qualifikationen der Flüchtlingslehrer überprüft?

In mehreren parlamentarischen Anfragen möchte die FPÖ nun unter anderem wissen, wie die Qualifikationen der Flüchtlingslehrer überhaupt überprüft werden, welche Personen diesen Kurs belegen können, warum beispielsweise keine arbeitslosen, heimischen Lehrer in Betracht gezogen werden, an welche Schulen die Flüchtlingslehrer entsandt werden und wie viel diese Ausbildung den österreichischen Steuerzahler schlussendlich kosten wird. 

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