ORF-Moderatorin Pawlicki sorgt für Skandal bei Politsendung "Runder Tisch"

Patricia Pawlicki (Bildmitte) beim SPÖ-Sommerfest im Gartenhotel Altmannsdorf. Qualifiziert sie die Parteinähe für den Posten einer ORF-Moderatorin? Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0
Patricia Pawlicki (Bildmitte) beim SPÖ-Sommerfest im Gartenhotel Altmannsdorf. Qualifiziert sie die Parteinähe für den Posten einer ORF-Moderatorin?
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0
15. Juli 2017 - 15:00

Sind im Aktuellen Dienst des ORF derzeit alle auf Urlaub? Ist Patricia Pawlicki wirklich das Beste, was der ORF für die Moderation eines "Runden Tisches" aufbieten kann? Diese beiden Fragen beschäftigten die Fernsehzuschauer nach der Sendung am Donnerstag, in der über das Thema "Ende der Legislaturperiode: Auf in den Wahlkampf" diskutiert wurde.

ORF-Moderatorin angriffig

Pawlicki interpretierte nach eigenem Gutdünken, etwa bei der Frage an FPÖ-Parteichef HC Strache, wie er die Abschafffung des Pflegeregresses finanzieren wolle. Strache antwortete, dass der Staat einmal in seinem eigenen rot-schwarzen Verwaltungsspeck ansetzen müsse:

Das beginnt im Förderwesen, wo es keine Transparenzdatenbank bis heute gibt, das beginnt mit einer Ausgabenbremse im öffentlichen Bereich, wenn es um öffentliche Steuergelder geht, wo ich allein schon bei einer Ausgabenbremse die Abgabenquote unter 40 Prozent drücken könnte - ohne weitere Reformschritte zu setzen.

Dennoch kam Pawlicki zum Schluss, dass Strache keine Gegenfinanzierung parat habe. Darauf Strache nochmals:

Das geht mit einer Staats- und Verwaltungsreform und mit einem Fördersystem, das durchleuchtet und in Missbrauchsfällen abgeschafft gehört.

Strache: "So macht eine Diskussion keinen Sinn"

Als Strache dann darlegen wollte, dass die FPÖ schon seit zwölf Jahren für die Abschaffung des Pflegeregresses gewesen sei und dass die rot-grüne Stadtregierung in Wien inzwischen 200.000 Mindestsicherungsbezieher, davon 57 Prozent Ausländer, die noch nie einen Cent Steuer bezahlt hätten, finanzieren müsse, fiel ihm der Grüne Klubobmann Albert Steinhauser unhöflich ins Wort.

Da versagte Pawlicki neuerlich, ließ die Unterbrechung Steinhausers zu und würgte Strache in seinen Ausführungen einfach ab. "Das ist keine Gesprächskultur," monierte Strache Richtung Pawlicki. "So mache eine Diskussion keinen Sinn, da geh‘ ich!," so Strache. "Sie gehen?", fragte Pawlicki daraufhin Strache mit freudiger Stimme. Darauf Strache: "Also wenn Sie mich nicht einmal meine Ausführungen aussprechen lassen, macht eine Diskussion keinen Sinn."

Pawlicki: "Sie werden nicht mehr im nächsten Parlament sitzen"

Strache blieb in der Sendung und wurde Zeuge, als Moderatorin Pawlicki beim Thema "Eurofighter-Untersuchungs-Ausschuss" gegenüber dem Klubobmann des Team Stronach, Robert Lugar, völlig respektlos agierte. Sie sagte:

Sie frage ich jetzt nicht zu diesem Thema. Weil sie, wie es ausschaut, nicht mehr im nächsten Parlament sitzen werden.

Lugar entrüstet: "Woher wissen Sie das?" Pawlicki: "Das Team Stronach kandidiert nicht mehr." Lugar: "Aber ich kandidiere, das habe ich immer gesagt. Unglaublich."

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