Psychotherapeuten befürchten durch US-Jugendfilm negative Auswirkungen auf die ohnehin schon hohe Jugend-Selbstmordrate.

Foto: Bild: Manos Bourdakis / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Psychotherapie-Verband für Verbot der Serie “Tote Mädchen lügen nicht”

Zu einem dramatischen Aufruf zum Verbot des Serienfilms „Tote Mädchen lügen nicht“ sieht sich der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie veranlasst. Peter Stippl, Präsident der österreichischen Psychotherapeuten, warnt vor dem im Orginaltitel als "13 Reasons Why“ veröffentlichten Jugendfilm, der die Geschichte des Selbstmords der Schülerin Hannah an einer amerikanischen Highschool erzählt und per Abonnement über die mobile Nextflix-App am Smartphone abgespielt werden kann:

Problematisch sei an der Serie, dass das Thema Suizid darin als Weg aus einer schwierigen Situation dargestellt wird. Eltern und Erziehungsberechtigte sollten sich unbedingt dafür interessieren, welche Inhalte Ihre Kinder im Internet abrufen und das Gespräch darüber suchen. In diesem aktuellen Fall sollten die Erwachsenen hellhörig werden, wenn gerade diese Serie zum Lieblingsprogramm des Nachwuchses wird.

Hohe Selbstmordrate unter Jugendlichen in Österreich

Psychotherapeuten-Präsident Sippl ruft in diesem Zusammenhang die hohe Selbstmordrate unter Jugendlichen in Österreich in Erinnerung. So würden in der Altersgruppe der 15-19 Jährigen pro Jahr im Durchschnitt 60-70 Selbstmorde passieren. Der Therapeut verwies darauf, dass dies zweieinhalb mal so viele Todesopfer wie bei Verkehrsunfällen seien. Gleichzeitig verwies er auch auf das bereits erfolgte Verbot des Filmes in Deutschland für Jugendliche. 

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