Indonesien: Präsident erteilt Schießbefehl gegen ausländische Drogenhändler

Indonesiens Staatspräsident Widodo (hier mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin) kämpft konsequent gegen Drogenkriminalität. Foto: Kremline.ru / Wikimedia (CC-BY-4.0)
Indonesiens Staatspräsident Widodo (hier mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin) kämpft konsequent gegen Drogenkriminalität.
Foto: Kremline.ru / Wikimedia (CC-BY-4.0)
25. Juli 2017 - 16:30

Einen ausdrücklichen Schießbefehl erteilte der indonesische Staatspräsident Joko Widodo gegen ausländische Drogenhändler. Ein ausländisches Drogenkartell hat den gesamten Inselstaat mit einem weitläufigen Verteilernetz zur Abwicklung illegaler Rauschgiftgeschäfte überzogen. Dabei gehen die sehr oft chinesischstämmigen Drogenbarone nicht zimperlich gegen die indonesische Polizei vor. Nun möchte es Widodo diesen Individuen mit gleicher Münze zurückzahlen.

Beim geringsten Widerstand haben die Sicherheitskräfte den Auftrag von der Schusswaffe Gebrauch zu machen, und im Zweifel auch tödliche Schüsse gegenüber die Drogendealer abzugeben. Auf den Drogenhandel steht im mehrheitlich islamischen Staat Indonesien ohnehin die Todesstrafe.

Sechs Millionen Drogenkonsumenten in Indonesien

Für Indonesiens Regierung herrscht in Sachen Drogenkonsum der Staatsnotstand. Nach offiziellen Zahlen gibt es bei einer Gesamtbevölkerung von rund 260 Millionen Einwohnern bereits mehr als sechs Millionen Drogenkonsumenten. Beim Anti-Drogenfeldzug ist der philippinische Staatspräsident Rodrigo Duterte das Vorbild von Widodo. Duterte hat in seinem Kampf gegen die Drogenbosse bereits 2.700 Verdächtigte töten lassen, weitere 1.400 wurden durch die Bevölkerung in Selbstjustiz zur Strecke gebracht. 

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