Ein Prozess gegen einen mutmaßlichen Sextäter aus dem Irak musste vertagt werden, weil Dolmetscher und Opfer nicht da waren.

Foto: Bild: Alexas_Fotos / pixabay.com
Falscher Dolmetscher, keine Zeugin, teure Honorare: So lief Prozess gegen irakischen Sextäter ab

Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs gegen Flüchtlinge – das steht in Österreich bereits auf der Tagesordnung. Neu dagegen: Die irren Pannen, die bei einem Prozess gegen diese Täter passieren. Einen solchen Fall hat jetzt meinbezirk.at beschrieben. In Wiener Neustadt musste eine Gerichtsverhandlung vertagt werden, weil ein falscher Dolmetscher geladen war und die wichtigste Zeugin, das Opfer nicht erschien.

Unmündiges Mädchen in Zimmer gelockt

Es ging um versuchte sexuelle Nötigung. Der Irak-Kurde Mohammed G. (17) ist angeklagt, weil er in der Asylunterkunft Traiskirchen ein unmündiges Mädchen aus Pakistan in sein Zimmer gelockt und es dort zu geschlechtlichen Handlungen genötigt haben soll. Zum Sex soll es im Dezember des Vorjahres zwar nicht gekommen sein, doch allein die versuchte Nötigung dazu ist hierzulande strafbar.

Das nächste Mal versucht man es mit Arabisch

Soweit, so gut: Doch dann geriet der Prozess zur Farce und zur teuren Angelegenheit für die Steuerzahler. Der Kommentarschreiber von meinbezirk.at formulierte den Verhandlungsverlauf in Wiener Neustadt so:

Jetzt: Verhandlungsbeginn – und siehe da, ein falscher Dolmetsch für den Angeklagten wurde geladen. Das Opfer selbst kam nicht, dafür dessen Dolmetscherin (Urdu). Mehr als sieben Monate hatte man Zeit, a) den richtigen Dolmetscher (soweit bei einem Sorani-sprechenden Kurden, der im Irak aufgewachsen ist, überhaupt möglich) zu holen und b) dem Mädchen zu erklären, dass es in Österreich eine Pflicht ist, vor Gericht zu erscheinen, wenn man nicht eine passable Ausrede hat. Also zurück an den Start, Schöffen, Sachverständige, Anwälte und falsche Dolmetscher wieder heim schicken. Das nächste Mal versucht man es mit Arabisch. Kosten noch vor Prozessbeginn: Mindestens 4.000 Euro an Honoraren, Kilometergeld, Gutachten, etc.

Österreichischer Betreuer unterhielt sich mit Iraker blendend

Nicht unbemerkt blieb dem beobachtenden Journalisten auch, dass der österreichische Betreuer des mutmaßlichen Sextäters aus dem Irak sich blendend mit "seinem" Asylwerber unterhalten konnte. 

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