Antiterroreinheiten der Polizei hatten den Tatort großräumig abgesperrt.

Bild: Division 28 / Screenshot YouTube
Hamburger Messerstecher war ausreisepflichtig, wurde aber nicht abgeschoben

Im Zuge der Ermittlungen wurden in den Freitagabendstunden mehrere Details zur Person des mutmaßlichen Attentäters bekannt. Ein 50-jähriger Mann war dem religiösen Hass des Islamisten zum Opfer gefallen. Sechs weitere Personen wurden während der Flucht des Täters teils schwer verletzt, ehe er von Passanten überwältigt und von der Polizei festgenommen werden konnte.

Palästinensischer „Flüchtling“

Berichten zufolge handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den 26-jährigen, in den Vereinigten Arabischen Emiraten geborenen Palästinenser Ahmed H. Er war, nachdem er bereits in Norwegen, Schweden und Spanien Asylanträge gestellt hatte, letztendlich in Deutschland als „Flüchtling“ gelandet. Wie schon andere Attentäter zuvor, war auch der Palästinenser den Behörden bereits als Islamist bekannt. Der Araber war in der Hamburger Salafistenszene aktiv und soll unter Beobachtung des Landeskriminalamtes gestanden haben. Das Nachrichtenportal FOCUS beschreibt ihn als "Drogenkonsumenten mit einem besonderen Hass auf Deutsche".

Wurde nicht abgeschoben

Wie schon der Weihnachtsmarktattentäter Anis Amri wurde auch Ahmed H. trotz seines enormen Gefährdungspotentials nicht abgeschoben und durfte sich in Deutschland frei bewegen. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) erklärte dies damit, dass H. über keine Papiere verfügt haben soll und es daher nicht möglich gewesen sei, H. außer Landes zu schaffen. Ein 50-jähriger Mann musste dieses neuerliche Behördenversagen mit dem Leben bezahlen.

„Allahu Akbar!“

Wie weiters bekannt wurde, soll der Verdächtige bei der Tat „religiös“ gekleidet gewesen sein. Auf einem Foto ist der Palästinenser allerdings nach seiner Festnahme in Jeans und T-Shirt zu sehen. Im Zuge des Mordanschlags soll er Augenzeugen zufolge die Arme hochgerissen und „Allahu Akbar“ geschrien haben.

Trotz der eindeutigen Hinweise wollte man sich in Sicherheitskreisen noch immer nicht auf einen terroristischen Hintergrund der Tat festlegen, wenngleich eingeräumt wird, dass der IS schon lange dazu aufrufe, mit Messern oder anderen einfach zu beschaffenden Tatmitteln "Ungläubige" anzugreifen.

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