Arbeitsmarkt im Juli: Wieder mehr Ausländer ohne Job

Die Ausländerarbeitslosigkeit in Österreich befindet sich auch Ende Juli 2017 auf einem Rekordniveau, dies zeigt eine neue Detailanalyse des Arbeitsmarktservice (AMS).

Mit insgesamt 111.291 Personen stellen die Ausländer ohne Job im Juli 2017 knapp ein Drittel der Arbeitslosen, exakt 30,1 Prozent. Während die Arbeitslosigkeit bei den Inländern im Vergleich mit dem Vorjahr um 12.080 Personen zurückgegangen ist, nahm sie bei den Ausländern um weitere 2.787 Personen zu.

Bei Schulungen dominieren Ausländer mit sogar 43 Prozent 

In den AMS-Schulungen nahm neuerlich die Anzahl der Ausländer ohne Beschäftigung deutlich zu.. Von den insgesamt 63.195 Kursteilnehmern sind bereits 26.766 Personen ohne österreichische Staatsangehörigkeit, sie stellen damit einen Anteil von 43 Prozent. Während die Zahl der Ausländer hier um 5.535 oder 26,1 Prozent gegenüber Juli 2016 zugenommen hat, nahm sie bei den Inländern um 763 Personen oder 2,1 Prozent ab.

AMS finanziert für Ausländer Sozialversicherung

Der weitere Anstieg bei der Ausländerarbeitslosigkeit schlägt sich auch in den Sozialversicherungsbeitragszahlungen durch das AMS nieder. In den letzten Jahren sind die Beiträge für EU-Bürger, Drittstaatsangehörige und Asylanten deutlich angestiegen. Allein 2016 mussten unter diesem Titel 470 Millionen Euro überwiesen werden. Nun kommen mit jedem arbeitslosen Ausländer weitere Beitragszahlungen für die Pensions-, Kranken- und Unfallversicherung dazu.

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