Mit Todesanzeigen kein Überleben gesichert: Ex-SPÖ-Agentur "Top Team" in Konkurs | Unzensuriert.at

Mit Todesanzeigen kein Überleben gesichert: Ex-SPÖ-Agentur "Top Team" in Konkurs

Untreue-Vorwürfe gegen Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), Vertrauter von Bundeskanzler Christian Kern. Foto: PÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0
Untreue-Vorwürfe gegen Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), Vertrauter von Bundeskanzler Christian Kern.
Foto: PÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0
3. August 2017 - 16:48

Eine frühere SPÖ-Firma ist in Konkurs. Das wäre nicht so spannend, würde es sich dabei nicht um die ehemalige SPÖ-Werbeagentur "Top Team" in Kärnten handeln. Denn sie ist untrennbar mit Untreuevorwürfen gegen den Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) verbunden.

Seit Jahren wird ermittelt. Ob tatsächlich Anklage erhoben wird, steht bis dato nicht fest. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Über Scheinrechnungen Geld bei parteieigener Firma "geparkt"

Derzeit arbeitet die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) an einem Vorhabensbericht in der Causa, heißt es in einem Bericht der Presse am Mittwoch. Kaiser wird vorgeworfen, über Scheinrechnungen Geld aus dem Landesbudget bei der parteieigenen Werbeagentur "geparkt" zu haben, "weil man befürchtete, die Gelder im Folgejahr nicht mehr genehmigt zu bekommen", schreibt die Presse.

Staatsanwaltschaft wollte anklagen, bekam aber Weisung

News berichtete im August des Vorjahres, dass die Staatsanwaltschaft Landeshauptmann Kaiser bereits 2016 anklagen wollte, jedoch die Weisung erhielt, weiter zu ermitteln.

Die SPÖ Kärnten verkaufte im Frühjahr 2010 ihre Agentur, als sich die Partei laut APA von allen wirtschaftlichen Betrieben trennte. Aufträge vom Land Kärnten bekam die Werbeagentur unter Landeshauptmann Peter Kaiser aber weiter. Sie durfte Todesanzeigen gestalten. Was zum wirtschaftlichen Überleben aber offensichtlich zu wenig war.

Massive Verluste bei bisher bestehenden Kunden

Wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) in einer Aussendung mitteilte, standen Aktiva von 41.000 Euro Passive in Höhe von 80.000 Euro gegenüber. Als Grund dieser Fehlentwicklung werden unter anderem "massive Verluste bei bisher bestehenden Kunden" genannt.

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