Polizei spielt Großeinsatz am Kebapstand herunter: Werden Straftaten gezielt vertuscht?

Mindestens fünf Polizeiwagen und ein Krankenwagen erschienen beim Einsatz vor dem Döner-Geschäft. Foto: privat / zVg
Mindestens fünf Polizeiwagen und ein Krankenwagen erschienen beim Einsatz vor dem Döner-Geschäft.
Foto: privat / zVg
9. August 2017 - 20:23

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Am 1. Jänner 2016 hatte die Kölner Polizei mittels Pressemeldung von „ausgelassener Stimmung - Feiern weitgehend friedlich“ über die Silvesternacht berichtet. In Wahrheit war es zu sexuellen Angriffen auf rund 650 Frauen, zu Eigentumsdelikten und Körperverletzungen vornehmlich durch Nordafrikaner und Araber gekommen. Erst nachdem sich Opfer in den sozialen Medien, hauptsächlich auf Facebook, zu Wort gemeldet hatten, kam die Wahrheit über die Silvesternacht langsam ans Tageslicht. Erst 48 Stunden später gab die Polizei zu, dass es überhaupt zu Übergriffen gekommen war.

Polizei-Großeinsatz in Lustenau

Am Samstag, den 5. August, kam es in Lustenau um etwa 19.00 Uhr zu einem Großeinsatz der Polizei bei einem Döner-Stand – keine Presseaussendung dazu. Dies ist umso erstaunlicher, als die Vorarlberger Polizei zu gefühlt jedem Kajakunfall, jedem Fahrzeugbrand (EIN Polizeiwagen mit 2 Polizisten im Einsatz) und jedem Unfall eines Häuslbauers eine Presseaussendung veröffentlicht. Der Großeinsatz in Lustenau ist der Polizei keine Meldung wert.

Schlägerei und nicht Hunger auf Döner

Als erste Fotos vom Großeinsatz auf Facebook auftauchten, ortete das Privatradio Antenne Vorarlberg in vorauseilendem Gehorsam gar „großen Hunger“ bei den Beamten und geißelte die Posterin, als wolle sie Angst und Unsicherheit verbreiten.

Tatsächlich war es vor dem "Love Kebab Imbiss" in Lustenau zu einer Schlägerei gekommen, wo zumindest ein Beteiligter das mittlerweile berühmt-berüchtigte „südländische" Aussehen hatte. Auch ein Krankenwagen musste an den Einsatzort.

Antenne Vorarlberg ruderte zurück und rechtfertigte den Großeinsatz sodann damit, dass unweit die Veranstaltung „Szene Open Air 2017“ stattfand und es quasi ein Hüpfer für die Polizei war, dort einmal eben vorbeizuschauen. Gleichsam ein sportliches „Dabei sein ist alles“.

Augenzeugen berichten jedoch, dass auf dem Open Air stets nur eine Streife zu sehen war, die sich zudem ständig abwechselte.

„Nachrichtensperre“, sobald es um Vorwürfe gegen Ausländer geht?

Nach den Silvesterübergriffen hatte der frühere Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) schwere Vorwürfe insbesondere gegen die gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Medien erhoben und von einem „Schweigekartell“ gesprochen. Es gebe offensichtlich „Nachrichtensperren“, sobald es um Vorwürfe gegen Ausländer gehe. Auch im Ländle?

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