Afrikanische Drogendealer treiben sich unbehelligt in Wiener Schnellbahnstation herum

Bürger fordern, dass Politik und Polizei gegen das Dealerunwesen in der Schnellbahnstation endlich etwas unternimmt. Foto: Cha già José / flickr (CC BY-SA 2.0)
Bürger fordern, dass Politik und Polizei gegen das Dealerunwesen in der Schnellbahnstation endlich etwas unternimmt.
Foto: Cha già José / flickr (CC BY-SA 2.0)
10. August 2017 - 14:00

Die afrikanische Drogendealerszene hat Wien weiterhin in ihrem kriminellen Würgegriff. So auch im dritten Wiener Gemeindebezirk. Waren Dealer bisher schon im Stadtpark aktiv, dürften sie ihren Wirkungsbereich nun auf den nahegelegenen Verkehrsknotenpunkt Wien-Mitte ausgeweitet haben.

Besorgte Eltern schlagen Alarm

Einen fast schon verzweifelten Hilferuf richtete eine besorgte Mutter an den Bezirksvorsteher des 3. Bezirks, Erich Hohenberger (SPÖ). In einem Brief bat sie ihn bereits zum vierten Mal, wie sie schreibt, etwas gegen die afrikanische Drogendealerszene im Bereich der Schnellbahnstation Wien-Mitte zu unternehmen. Bis zu acht Schwarzafrikaner gleichzeitig sollen dort auf den Bahnsteigen ihren Geschäften nachgehen und Jugendliche auf Drogen ansprechen, schreibt die Frau. Der Verkauf soll in den Schnellbahnzügen stattfinden.

Dass dies kein Hirngespinst ist, bestätigte unzensuriert der freiheitliche Bezirksvorsteher-Stellvertreter Werner Grebner. Auch er erhielt besagten Brief. Zudem wurde bei ihm letzte Woche ein ob der Zustände empörter Vater vorstellig, der Gleiches zu berichten wusste. Auch seine 17-jährige Tochter wurde bereits von den Drogendealern belästigt.

Grebner leitete die ihm nun bekannten Bürgeranliegen umgehend an das Stadtpolizeikommando im 3. Bezirk weiter. Als Antwort erhielt er die Mitteilung, dass auch bei der Landespolizeidirektion Wien entsprechende Klagen eingegangen wären, und das Landeskriminalamt in dieser Sache bereits tätig sei.

Schnappatmung bei SPÖ

Das Aktiv-werden des Oppositionspolitikers sorgte bei der regierenden SPÖ-Riege für Aufregung. SPÖ-Gemeinderat Marcus Schober unterstellte Grebner sogleich, dieser würde Falschinformationen verbreiten (frei nach SP-Bürgermeister Häupl - "Ich lass mir mein Wien nicht schlechtreden") und belehrte ihn, die Ermittlungen den Profis zu überlassen.

Unzensuriert-Lokalaugenschein

Angesichts der nicht enden wollenden Problematik mit der schwarzafrikanischen Dealerszene in Wien waren die "Profis" im Verein mit den verantwortlichen Politikern bisher allerdings mäßig erfolgreich. Weiteres Indiz dafür ist, dass die Afrikaner ihre Geschäftstätigkeit eben auch auf Wien-Mitte ausgeweitet haben.

Letzte Woche, Donnerstag, konnte sich unzensuriert von den Berichten der beiden Bürger selbst überzeugen. An diesem Vormittag trieben sich insgesamt drei afrikanische "Schutzsuchende" auf den Bahnsteigen der Schnellbahnstation herum. Mal gingen sie hierhin, mal dahin. Einer von ihnen war sichtlich nervös und blickte sich ständig um. Die einfahrenden Schnellbahnzüge wurden von ihm aufmerksam gemustert. Der nervöse Typ telefonierte immer wieder, um dann nach längerer Zeit schließlich in einen Schnellbahnzug einzusteigen.

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