„Deutsch als Muttersprache“: SPÖ-Kanzler Kerns Ex-Frau diskriminiert Einwanderer

Ein mittlerweile gelöschter Facebook-Eintrag der SPÖ-Stadträtin Karin Wessely, in dem sie für ihre Kanzlei Bewerber sucht, die "Deutsch als Muttersprache" haben. Foto: Screenshots Facebook
Ein mittlerweile gelöschter Facebook-Eintrag der SPÖ-Stadträtin Karin Wessely, in dem sie für ihre Kanzlei Bewerber sucht, die "Deutsch als Muttersprache" haben.
Foto: Screenshots Facebook
11. August 2017 - 10:35

Die Ex-Frau von SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern, Karin Wessely, sie ist SPÖ-Stadträtin in Mödling, sorgte mit einem Eintrag vom 10. August 2017 auf Facebook für Wirbel. Konkret suchte Wessely für ihre Anwaltskanzlei in Mödling einen Jusstudenten (männlich oder weiblich).

Bemerkenswert dabei ist, dass der Bewerber oder die Bewerberin „Deutsch als Muttersprache“ haben muss. Wessely würde damit Menschen mit Migrationshintergrund ausschließen. Hätte ein FPÖler einen derartigen Beitrag verfasst, würde ihm Diskriminierung vorgeworfen, wird mittlerweile gespottet.

Zwar scheint es in einer Anwaltskanzlei durchaus geboten, über exzellente Deutschkenntnisse zu verfügen. Diese können aber durchaus auch Menschen erwerben, die eine andere Muttersprache als Deutsch haben.

Eintrag wurde binnen Minuten verändert

Der ehemalige FPÖ-Nationalratsabgeordnete Bernhard Vock postete heute, am 11. August 2017, um etwa 8.00 Uhr ebenfalls auf Facebook seine Kritik an Wesselys Stelleninserat. Nur Minuten später war der Eintrag der SPÖlerin nicht mehr auffindbar. Angeblich hätten sich schon zahlreiche Bewerber gefunden.

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