Asylwerber schleppen seit 2015 das Hepatitis-Virus nach Deutschland ein.

Foto: Bild: Public Health Image Library / Wikimedia (PD)
31 Prozent der Hepatitis-B-Fälle treten bei Asylwerbern auf

Asylwerber brachten in den vergangenen zwei Jahren mehr Hepatitis-B-Infektionen nach Deutschland. Diese Erkenntnis wurde im jüngsten epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts in Deutschland für das Jahr 2016 publiziert. Die dort veröffentlichen Zahlen zu Hepatis B für den Untersuchungszeitraum zeigen deutlich, dass dies eine Krankheit ist, die nach Europa und Deutschland von außen importiert wird:

Die Prävalenz an Hepatitis B ist in der West-Pazifik-Region und in Afrika mit etwa 6 Prozent weltweit am höchsten. In der Mittelmeerregion, Südostasien und der Europäischen Region geht die WHO von einer Prävalenz von 3,3 Prozent, 2,0 Prozent und 1,6 Prozent aus. Demgegenüber sind weniger als 1 Prozent der Bevölkerung in Amerika infiziert.

Über 50 Prozent der Hepatitis-Infektionen hatten ein anderes Infektionsland als Deutschland, und dies obwohl nur bei 24 Prozent der knapp 3.000 Infektionsfälle das Herkunftsland überhaupt erhoben wurde. Als sonstige Infektionsländer finden sich Äthiopien, Afghanistan, Syrien, Rumänien, Somalia, Senegal, Guinea, Eritrea und die Türkei.

Hepatitis-B-Infektionen: Asylwerberanteil stieg auf 31 Prozent an

Die Hepatitis-Fälle haben sich insgesamt von 755 auf 3.006 zwischen 2014 und 2016 vervierfacht. Der Grund sind laut Robert-Koch-Institut die Asylsuchenden. Machte ihr Anteil 2015 bereits 19 Prozent aus, stieg er 2016 gar auf 31 Prozent:

Aufgrund des 2015 erfolgten Flüchtlingszustroms nach Deutschland wurden Anpassungen in der Meldesoftware vorgenommen. Seit September 2015 können zusätzliche Angaben bei Asylsuchenden mit der Meldung an das RKI übermittelt werden, so dass seitdem eine grobe Abschätzung des Anteils der Asylsuchenden an allen übermittelten Meldungen erfolgen kann. Neben der Erfassung, ob es sich bei dem übermittelten Fall um eine asylsuchende Person handelt, werden Angaben zum Geburtsland, Einreisedatum nach Deutschland und Art der Unterbringung erhoben. Im Jahr 2015 wurden bereits 19 Prozent der übermittelten Fälle (370/1.982) als asylsuchende Person übermittelt, 2016 waren 31 Prozent aller Fälle (918/3.006) als asylsuchend gekennzeichnet.

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