Wie gut kennt Kurz-Stellvertreterin Bettina Glatz-Kremsner den Israeli Tal Silberstein in ihrer Funktion als Finanzvorstand der Casinos Austria AG?

Bild: C www.studiohuger.at
Tal Silberstein und die Casinos Austria: Welche Rolle spielte Kurz ÖVP-Stellvertreterin?

Etwas halbherzig und aufgesetzt klingen die Reaktionen von Elisabeth Köstinger, Generalsekretärin der „Neuen ÖVP“ zur Causa des verhafteten Kanzler-Beraters Tal Silberstein und dessen Verbindungen mit der SPÖ. Insider der teilverstaatlichten Casinos Austria AG wollen dafür einen handfesten Grund kennen.

Silberstein wollte bei Video-Lotterie-Terminals einsteigen

Bettina Glatz-Kremsner, frischgebackene Vizeobfrau von Sebastian Kurz in der „Neuen ÖVP“, soll in der Vergangenheit intensive Geschäftskontakte mit Silberstein unterhalten haben. Grundlage dieser Geschäftskontakte ist ein letztlich gescheiterter Deal zwischen den Österreichischen Lotterien bzw. der Casino Austria AG und Silberstein in Sachen Video-Lotterie-Terminals.

Silberstein wollte im Jahr 2014 als Vertreter einer Investorengruppe in diesem Geschäftsfeld bei den österreichischen Glückspielmonopolisten einsteigen. Damals wurde von einer Investitionssumme von bis zu 200 Millionen Euro gesprochen. Letztendlich zerschlug sich aber der Deal, weil der Vorstandsvorsitzende der Casino AG und Lotterien, Karl Stoss, ebenfalls ein ÖVP-Parteifreund von Kurz und Glatz-Kremsner, kalte Füße bekommen haben soll. Es kam zu einer Klage im Jahr 2016 und einem Prozess, bei dem Silberstein 822.000 Euro von den Österreichern forderte.

Glatz-Kremsner: Finanzvorstand der Casino AG bei den Lotterien

Finanzvorstand der Lotterien ist die Kurz-Stellvertreterin Glatz-Kremsner seit 2006 und bei der Casino Austria AG seit 2010. Sie war im Zeitraum der Verhandlungen mit Silberstein für die Finanzen des Gesamtkonzerns verantwortlich und musste also wohl in die gesamte geplante Transaktion und ihre finanziellen und rechtlichen Begleiterscheinungen eingeweiht worden sein.

Wenn man sich jetzt noch die Geschäftspraktiken in Rumänien und in Afrika, für die Silberstein und seine israelischen Geschäftspartner strafrechtlich verfolgt werden, vor Augen führt, dann könnte dies auch für die schwarz-türkise Reichshälfte noch sehr interessant werden. 

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