Bulgarien: Vizepremier Karakatschanow für Waffeneinsatz gegen illegale Migranten

Notfalls mit scharfem Schuss möchte Bulgarien die Grenzen gegen illegale Zuwanderung schützen (Symbolbild).  Foto: Cpl. Paul D. Zellner II / Wikimedia (PD)
Notfalls mit scharfem Schuss möchte Bulgarien die Grenzen gegen illegale Zuwanderung schützen (Symbolbild).
Foto: Cpl. Paul D. Zellner II / Wikimedia (PD)
20. August 2017 - 15:30

Notfalls auch mit Waffengewalt möchte die bulgarische Regierung den illegalen Migrantenstrom in die Europäische Union stoppen. Überhaupt setzt Bulgarien auf mehr Militäreinsatz gegen die Zuwanderung. Der Vizepremier Krassimir Karakatschanow möchte wegen der anhaltenden Migrantenwelle aus der Türkei den Grenzschutz massiv ausbauen. Dazu sollen neben der Grenzpolizei vor allem auch Militäreinheiten an die Grenze verlegt werden.

Bulgarien entsendet Spezialeinheit an Grenze

Aktuell möchte man eine rund 600 Mann starke Spezialeinheit des bulgarischen Militärs entlang der Grenze zur Türkei in Stellung bringen. Sie soll den sensiblen Grenzabschnitt lückenlos überwachen. Damit sollen die hochaktiven Schleusernetzwerke daran gehindert werden, illegale Migranten über die Grenze nach Bulgarien zu bringen. Bei diesem Einsatz sollen auch Videokameras und Überwachungsdrohnen verwendet werden.

Zuwanderer: NATO soll gegen Illegale in Stellung gebracht werden

Für die EU insgesamt wünscht sich Karakatschanow vor allem für die Einfallstore in Italien und Griechenland mehr Militärpräsenz, um die Migranten aus Afrika und Asien zu stoppen. Nach Karakatschanows Vorschlag sollte hier die NATO oder EU auch mit Waffengewalt die Außengrenzen schützen.  

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