Vorzugsstimmen: Die Chefin der ÖVP-Frauenbewegung in Tirol kämpft um das Mandat von Kira Grünberg auf der Landesliste.

Bild: C Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS
„Neue ÖVP“: Vorzugsstimmenschlacht könnte Kira Grünberg ersten Platz kosten

Ein böses Erwachen könnte es für die Tiroler Quereinsteigerin Kira Grünberg im Zuge ihrer Kandidatur auf der Liste der „Neuen ÖVP“ von Sebastian Kurz geben. Formal zwar auf den ersten Listenplatz der Landesliste der ÖVP-Tirol gereiht, könnten Vorzugsstimmenkampagnen aus den ÖVP-Vorfeldorganisationen Grünberg den Stockerlplatz kosten.

Gleich zwei Kandidaten buhlen um Stimmen im Oberland

Während der in den Regionalwahlkreis verbannte Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter im Unterland um Vorzugsstimmen buhlt, haben sich im Tiroler Oberland gleich zwei Kandidaten in die Schlacht geworfen, wie die Tiroler Tageszeitung berichtet.

Dominik Schrott, Obmann der Tiroler Jungen ÖVP, und Elisabeth Pfurtscheller, Obfrau der Tiroler ÖVP-Frauenbewegung und bereits Nationalratsabgeordnete, kämpfen um Unterstützung und Stimmen. Sollte jeder der beiden rund 7.000 Vorzugsstimmen erreichen, dann könnten sie auf der Regional- und der Landesliste nach vor rücken.

ÖVP-Frauenschefin hat es auf Grünberg-Mandat abgesehen.

Pfurtscheller schielt auf den Platz von Grünberg auf der Landesliste, da es Schrott auf Pfurtschellers Platz auf der Regionalwahlkreisliste abgesehen hat. Der Quereinsteigerin Grünberg wünscht man, wenn schon, dann einen Platz über der Bundesliste im Nationalrat. Wenn nicht schon in der Wahlbewegung, dann könnte es am Wahlabend eine böse Überraschung geben – die von Sebastian Kurz präsentierte Grünberg geht leer aus, die Mandate bleiben fest in Tiroler ÖVP-Bündehand.

Kein unmögliches Szenario, wie Insider der Tiroler ÖVP wissen lassen, und man verweist dabei augenzwinkernd auf die erst jüngst stattgefundene Absetzung eines Team-Kurz-Managers im Tiroler Unterland. Nach Widerstand aus der Kitzbühler Bezirkspartei musste er auf Befehl von Wien seinen Schreibtisch räumen und das Wahlkampfteam verlassen. 

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