Über diese Brücke könnten in Tarvis zwischengeparkte Migranten-Massen in Richtung Österreich in Marsch gesetzt werden.

Foto: Bild: Doremo /Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Grenzort Tarvis: Asyl-Verteilerzentrum als Einfallstor nach Kärnten?

Ein Plan, der bereits seit Anfang 2015 in der italienischen Region Udine ventiliert wird, soll jetzt in die Tat umgesetzt werden: Im italienischen Grenzort Tarvis soll es zur Errichtung eines Asyl-Verteilerzentrums kommen. Solche Pläne gab es schon vor zweieinhalb Jahren, als man aus der ehemaligen Carabinieri-Kaserne mit einem Fassungsvermögen für 800 Personen ein Asylantenlager machen wollte. Dies scheiterte damals am Widerstand der Tarviser Bevölkerung, die sich durch die große Anzahl an zukünftig aufhältigen Migranten nicht mehr sicher fühlte.

Jetzt spricht man von einem "Identifikations- und Verteilerzentrum" mit vorerst nur 80 bis 100 Dauerplätzen für ankommende Asylwerber. Dass Asylwerber aus Tarvis dann wohl in Richtung Österreich in Marsch gesetzt werden, ist sehr wahrscheinlich. Der Kärntner FPÖ-Abgeordnete Wendelin Mölzer schlägt deshalb Alarm.

Mölzer: Bundesregierung muss Asylzentrum verhindern

Der Kärntner FPÖ-Mandatar fordert die österreichische Bundesregierung, insbesondere Sebastian Kurz, dazu auf, hier gegenüber der Regierung in Rom stopp zu sagen:

Die geplante Errichtung eines Asyl-Verteilerzentrums in Tarvis muss seitens der österreichischen Bundesregierung verhindert werden. Nur wenige Kilometer hinter der österreichisch-italienischen Staatsgrenze soll ein Identifikations- und Verteilerzentrum für 80-100 Migranten errichtet werden. Da die italienische Politik mit der Unterbringung des Flüchtlingsstroms anscheinend überfordert sein dürfte, ist es absehbar, dass Asylsuchende vom Verteilerzentrum Tarvis nach Österreich oder an andere EU-Staaten durchgereicht werden. Außenminister Kurz muss sich hier klar gegen die Errichtung eines derartigen Verteilerzentrums einsetzen.

Aber nicht nur in Tarvis gibt es Vorbereitungen zum weiteren Migrantentransfer nach Österreich, auch an der Brennergrenze, genauer genommen am Bahnhof Brennersee laufe bereits seit Wochen Vorbereitungen, zehntausende Asylanten aus Italien weiter nach Tirol zu verteilen. 

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