AMS zunehmend überfordert: Ausländerarbeitslosigkeit in Österreich steigt weiter an

Das rot-schwarze AMS-Führungsduo Kopf und Buchinger hat es mit immer mehr arbeitslosen Ausländern zu tun. Foto: AMS / Petra Spiola
Das rot-schwarze AMS-Führungsduo Kopf und Buchinger hat es mit immer mehr arbeitslosen Ausländern zu tun.
Foto: AMS / Petra Spiola

Die Jubelmeldungen von Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) über eine angeblich erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik sind schlichtweg unwahr. Die Ausländerarbeitslosigkeit in Österreich befindet sich nämlich auch Ende August 2017 auf Rekordniveau, dies zeigt eine neue Detailanalyse des Arbeitsmarktservice (AMS).

Mit insgesamt 112.912 Personen stellen die Ausländer ohne Job im Juli 2017 knapp ein Drittel der Arbeitslosen, exakt 30,1 Prozent. Während die Arbeitslosigkeit bei den Inländern im Vergleich mit dem Vorjahr um 14.815 Personen zurückgegangen ist, nahm sie bei den Ausländern um weitere 983 zu

Bei Schulungen dominieren Ausländer mit sogar 43 Prozent 

In den AMS-Schulungen nahm auch im abgelaufenen Monat die Anzahl der Ausländer ohne Beschäftigung deutlich zu. Von den insgesamt 63.300 Kursteilnehmern sind bereits 26.881 Personen ohne österreichische Staatsangehörigkeit, sie stellen damit einen Anteil von 42,5 Prozent. Während die Zahl der Ausländer hier um 5.651 oder 26,6 Prozent gegenüber Juli 2016 zugenommen hat, nahm sie bei den Inländern um 1.113 Personen oder 3,0 Prozent ab.

AMS finanziert für Ausländer Sozialversicherung

Der weitere Anstieg bei der Ausländerarbeitslosigkeit schlägt sich auch in den Sozialversicherungsbeitragszahlungen durch das AMS nieder. In den letzten Jahren sind die Beiträge für EU-Bürger, Drittstaatsangehörige und Asylanten deutlich angestiegen. Allein 2016 mussten unter diesem Titel 470 Millionen Euro überwiesen werden. Nun kommen mit jedem arbeitslosen Ausländer neue Beiträge auf Kosten der österreichischen Steuerzahler dazu. 

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