Bomber-Harris sitzt über den Plänen von Dresden und plant den Luftangriff für den 13. Februar 1945.

Foto: Bild: British official photographer / Wikimedia (UK Government artistic works)
Letzte Grüße von Bomber-Harris: 250.000 Blindgänger liegen in deutscher Erde

Am 2. und 3.September 2017 müssen 21.000 Bürger in Koblenz und 65.000 in Frankfurt in Sicherheit gebracht werden. Grund dafür ist die Entschärfung von Bomben-Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. Experten schätzen, dass immer noch bis zu 250.000 Blindgänger in deutscher Erde liegen, die bei Bodenerschütterungen oder einer unsachgemäßen Bergung in die Luft gehen können.

Sie sind Relikte des grausamen Luftkriegs, der vor allem vom Chef der Royal Air Force, Arthur Harris, zwischen 1942 und 1945 gegen deutsche Städte wie Hamburg, Bremen, Berlin oder Dresden geführt wurde. Ein besonderes Zielgebiet waren auch die Industriegebiete im Rhein- und Ruhrgebiet, wo man die dortige Rüstungsindustrie treffen wollte.

Bomber-Harris hätte Dresden 1977 wieder zerstört

Vor allem die sinnlose Bombardierung der Stadt Dresden am 13. und 14. Februar 1945 mit mehreren zehntausend Toten ist ein grausamer Erfolgsnachweis für den in der Öffentlichkeit als „Bomber-Harris“ bezeichneten britischen Luftwaffenchef. Allein an diesen beiden Tagen wurden in mehreren Angriffwellen 1.480 Tonnen Spreng- und 1.190 Tonnen Brandbomben abgeworfen über der Stadt abgeworfen.

Der 1984 verstorbene Harris gab sich auch 1977, also 32 Jahre nach seinem folgenschweren Angriffsbefehl gegen Dresden, unerbittlich und bekräftige in einem für Aufsehen sorgenden Interview seinen Standpunkt, Dresden und andere Städte bei ähnlicher Ausgangslage jederzeit wieder mit den Mitteln des Flächenbombardements dem Erdboden gleichzumachen.

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