Schutzwall für Kanzler und Bundespräsident | Unzensuriert.at

Schutzwall für Kanzler und Bundespräsident

Während sich die Staatsspitze am Ballhausplatz einmauert, überlässt sie die Bevölkerung ihrem Schicksal. Foto: Gugerell / Wikimedia gemeinfrei
Während sich die Staatsspitze am Ballhausplatz einmauert, überlässt sie die Bevölkerung ihrem Schicksal.
Foto: Gugerell / Wikimedia gemeinfrei
3. September 2017 - 23:06

Hohe Wellen schlug die Meldung, dass um das Bundeskanzleramt und die Präsidentschaftskanzlei eine 80 Zentimeter hohe und einen Meter breite Anti-Terror-Mauer errichtet wird. Nun meldete sich der freiheitliche Bundesparteiobmann HC Strache zu Wort.

Schutz nur für Polit-Bonzen?

Erst vor zwei Wochen musste sich HC Strache beim ORF-Sommergespräch von Moderator Tarek Leitner belehren lassen, dass die Terrorgefahr in früheren Jahrzehnten doch weitaus höher gewesen sei als heute. Diese Weisheit dürfte nicht zu Bundeskanzler Kern, Präsident Van der Bellen oder zum Verfassungsschutz durchgedrungen sein. Denn wozu baut man dann für die Staatsspitze eine Schutzmauer? Und was unternimmt man zum Schutz der Bevölkerung? Dies umso mehr, als bisher ohnehin ausschließlich Zivilisten, aber merkwürdiger Weise keiner der stets beschwichtigenden, aber wohl behüteten Polit-Bonzen dem islamistischen Terror, den es angeblich nicht gibt, zum Opfer gefallen sind.

„Schäbige Doppelmoral der rot-schwarzen Bundesregierung“

Ähnlich dürfte es HC Strache sehen, der in einer Aussendung von einer „schäbigen Doppelmoral der rot-schwarzen Bundesregierung“ spricht.

"Während sie den Bürgern Schutz durch ein Tor mit Seitenteilen vorgaukelte, mauert sich die Staatsspitze nun selbst ein. Die Grenzen bleiben freilich weiterhin offen“, empört sich der FPÖ-Obmann. "Als Orban einen Grenzzaun gebaut hat, um sein Volk zu schützen, haben sie gezetert und gehetzt - heute bauen sie selbst eine Mauer, wenn auch nur für sich selbst."

Diesbezüglich fordert der freiheitliche Bundesobmann, auch Bürgern und Touristen den bestmöglichen Schutz zu gewähren, und stellt fest, dass die Wurzel des Problems und nicht die Symptome bekämpft werden müssten.

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