Joghurt wird nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit – obwohl noch genießbar – sehr oft weggeschmissen.

Foto: Bild: Ralf Roletschek / Wikimedia (GFDL-1.2)
Lebensmittelverschwendung: 25 Millionen Becher Joghurt landen im österreichischen Müll

Bis zu 25 Millionen Becher Joghurt werden jährlich in Österreich noch vor dem Verzehr einfach weggeworfen. Dies findet laut Umweltorganisation Greenpeace statt, obwohl das Joghurt durchaus noch genießbar ist. Als Hauptgrund für diese Lebensmittelverschwendung wird von Greenpeace das überschrittene Mindesthaltbarkeitsdatum (MND) angegeben. Dieses würde sehr oft von den heimischen Konsumenten als Wegwerfdatum wahrgenommen.

Bei einer Aktion der Umweltschützer auf der Mariahilferstraße an einem Verkostungs-Stand, sollen mehr als die Hälfte der Befragten nicht erkannt haben, welches Joghurt das MHD bereits überschritten hat. Gleichzeitig gaben die Konsumenten an, dass sie unter normalen Umständen dieses Joghurt auch essen würden, wenn man im Geschmack und bei der Konsistenz leichte Unterschiede feststellen könnte.

Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine Herstellergarantie

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum sondern vielmehr eine Herstellergarantie, dies würde aber offensichtlich sowohl im Handel als auch bei den Konsumenten falsch gesehen, wie Greenpeace mitteilt:

Das MHD ist kein Verfallsdatum, sondern lediglich eine Herstellergarantie. Ob ein Produkt verdorben ist oder nicht, lässt sich besser mit den eigenen Sinnen als durch ein Datum auf der Verpackung erfassen.

FPÖ-Konsumentenschutzsprecher Peter Wurm hat im Zusammenhang mit der Lebensmittelverschwendung schon wiederholt Initiativen gesetzt, die von SPÖ, ÖVP und Grünen jedoch immer wieder blockiert worden sind. 

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