Nur einer von zahlreichen verhafteten katalanischen Politikern: Wirtschafts-Generalsekretär Josep Maria Jové.

Bild: E19312017 / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Katalonien: Spanien beschlagnahmt Millionen Stimmzettel und verhaftet Politiker

Ältere Katalanen erinnern die aktuellen Vorgänge rund um das am 1.Oktober 2017 stattfindende Unabhängigkeitsreferendum an die Zeiten des spanischen Bürgerkriegs und der Diktatur unter Generalissimo Francisco Franco: In Barcelona werden Personen verhaftet, eine Razzia am Amtssitz von Regionalpräsidenten Carles Puigdemont  durchgeführt und Stimmzettel von der Polizei millionenfach beschlagnahmt.

In den vergangenen Tagen wurden nicht weniger als neun Millionen Stimmzettel in Druckereien durch die Guardia Civil beschlagnahmt. Zwölf zum Teil hochrangige Politiker in Barcelona wurden in Haft genommen.Einer von ihnen ist der Generalsekretär für Wirtschaftsangelegenheiten, Josep Maria Jové.

Madrid provoziert fast Bürgerkrieg in Katalonien

Viele Beobachter verstehen das harte Vorgehen der spanischen Zentralmacht nicht. Madrid würde mit seinem Vorgehen fast einen neuen Bürgerkrieg, nur weil es die Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen nicht zur Kenntnis nehmen wolle.

Regionalpräsident Carles Puigdemont hat der spanischen Regierung den Vorwurf gemacht, über Katalonien einen Defacto-Ausnahmezustand verhängt zu haben. Darüber hinaus würden die Autonomieregelungen für Katalonien praktisch ausgehebelt, etwa durch die verschärfte Kontrolle Madrids über die Finanzmittel der Region. 

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