"Aufsteirern" - das Fest der Steirer als starkes Bekenntnis zu unserer Identität | Unzensuriert.at

"Aufsteirern" - das Fest der Steirer als starkes Bekenntnis zu unserer Identität

Aufsteirern 2017: Freiheitliche Idee wird zur Tradition Foto: FPÖ TV
Aufsteirern 2017: Freiheitliche Idee wird zur Tradition
Foto: FPÖ TV
22. September 2017 - 10:30

Das 16. "Aufsteirern" hat am letzten Sonntag trotz schlechten Wetters unter Beteiligung von sicherlich mehr als 50.000 Teilnehmern aller Generationen stattgefunden.

Gastbeitrag von Leopold Schöggl

Vor nunmehr 15 Jahren  ist es mir gelungen, in meiner Funktion als Landeshauptmann-Stellvertreter dieses Fest ins Leben zu rufen. Ich war damals zuständig für die sogenannte Volkskultur, wobei damit keine Abgrenzung zur Hochkultur ausgedrückt werden soll, sondern die Alltagskultur, die unsere Gesellschaft als Kitt verbindet, gemeint ist.

Neid wegen des verdrängten "Krone Festes"?

Manche Medien sind heute noch neidig auf den Erfolg, hat doch das "Aufsteirern" das damals stattfindende erfolglose und nur mit viel Geld aufrecht zu erhaltende „Krone Fest“ aus dem Kalender verdrängt. Ich bedanke mich beim „Aufsteirern Organisationsteam“ herzlich, dass es bis heute den damaligen Vorgaben folgt. Diese waren für mich entscheidend  und sind aus meiner Sicht auch der Garant für die Zukunft.

Diese lauten:

1. Plattform und Bühne für die ca. 40 000 Aktiven in der Volkskultur im Zentrum der Landeshauptstadt!

2. Es ist das Fest der Steirer für sich selbst. Unsere Landsleute und ihre kulturellen Leistungen stehen selbst als Aktive im Mittelpunkt. Ein Fest ohne zugekaufte Stars. Das sind zum Beispiel die rund 19.000 Blasmusiker; 6.000 Sänger; 6.000 Volkstänzer und 6.000 Mitglieder der Trachten und Brauchtumsvereine

3. Nur selbst hergestellte, bodenständige Produkte dürfen angeboten werden. Dadurch wird die Vielfalt der heimischen Produkte, auf die wir stolz sind, in einem wunderbaren Rahmen präsentiert. Brot, Wein,Textilien, Selbstgebranntes etc. Ein beeindruckender Wettbewerb der Qualität findet statt.

4. Besuch nur in Tracht:  Damit waren wir vor 15 Jahren, was man heute als „Trendsetter“ bezeichnen würde.

5. Der Erlös muß zum Großteil bei den Akteuren bleiben – Stadt und Land schaffen nur die Rahmenbedingungen. Damit „fördert“ das Land diese Aktivitäten in erheblichem Maß.

6. Die Politik nimmt teil, hält sich aber im Hintergrund

Damit ist es gelungen, einerseits ein Fest der Lebensfreude und andererseits auch ein Fest an dem wir Steirer uns auf unsere Identität, unsere Kultur und unsere Wurzeln besinnen können, zu schaffen.

Ein Fest auf dem wir stolz sind, Steirer zu sein und auch für unsere angereisten Gäste da zu sein.

Leopold Schöggl war von 2000 -2005 Landeshauptmann-Stellvertreter der Steiermark und unter anderem zuständig für Brauchtum

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