Vor dem Leipziger Hauptbahnhof stach der davor schon mehrfach gewalttätige Libyer eine 56-Jährige nieder.

Foto: Bild: Joeb07 / wikimedia.org (CC-BY-3.0)
#Einzelfall: Multikrimineller Messerstecher vom Leipziger Hauptbahnhof diesmal „schuldunfähig“

Der Libyier Ayman S. ist kein unbeschriebenes Blatt. Zahlreiche Verfahren wegen Drogenhandels, Bedrohung, Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen einer Fülle von Gewaltdelikten wurden gegen den 2015 zugereisten "Schutzsuchenden" geführt. Zuletzt schlug er am 8. August zu: Er stach eine 56-Jährige am helllichten Tag vor dem Leipziger Hauptbahnhof nieder und verletzte sie dabei schwer, berichtet die Leipziger Volkszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe vom 21.September. Auf Anfrage der Zeitung wurde der Intensivtäter mittlerweile in einer psychiatrischen Klinik untergebracht, so Staatsanwalt Felix Mezger.

Schuldunfähigkeit oder „verminderte Schuldunfähigkeit“

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 28-Jährige schuldunfähig war oder zumindest unter verminderter Schuldfähigkeit gehandelt hat. Und das würde bedeuten, so Mezger gegenüber der genannten Zeitung weiter, dass möglicherweise gar keine Anklage gegen den Asylbewerber erhoben wird. Allerdings stehe eine Sicherheitverwahrung im Raum, so der Staatsanwalt. Im Gefängnis saß der Intensivtäter noch nie, berichtete TAG24 im Zuge der Messerattacke. Und das, obwohl der der Asylbewerber seit März sechsmal wegen gefährlicher und einfacher Körperverletzung, allein viermal im Juli, angezeigt wurde. Für „Schutzsuchende“ gelten da wohl andere Maßstäbe, davon können Einheimische, die wegen nicht bezahlter Rundfunkbeiträge bereits eingesperrt wurden, nur träumen.

Asylsuchender bereits im Libyschen Bürgerkrieg aktiv  

Auf seinem Facebook-Profil ist der Multikriminelle vor einem Regal mit dutzenden Gewehren zu sehen. Ein weiteres Bild zeigt offenbar einen Kämpfer aus dem libyschen Bürgerkrieg – auf einem Pick-up mit aufgepflanztem Maschinengewehr, so die Leipziger Volkszeitung. Aufnahmen die wohl aus der Zeit stammen, bevor er 2014 in Deutschland schutzsuchend eintraf.

Hier die Einzelfälle vom September 2017:

Und hier weitere Einzelfälle vom 21. September:

Wismar (Mecklenburg-Vorpommern): Syrer ging auf Nachbarn, Sicherheitsdienst und Polizisten mit Messer los
Nach einer Bedrohung in einer Flüchtlingsunterkunft in Wismar ermittelt nun die Kriminalpolizei. Nach ersten Erkenntnissen kam es am 19. September gegen 23.00 Uhr in der Unterkunft zu einer Auseinandersetzung wegen einer Lärmentwicklung. Ein Nachbar fühlte sich gestört und suchte das Gespräch mit den Bewohnern der Wohnung. Während des Gesprächs soll der 27-jährige Lärmverursacher zunächst mit einem Messer gedroht haben, mit dem er auch die hinzugekommenen Sicherheitskräfte der Unterkunft bedrohte. Als Polizeibeamte am Tatort eintrafen, lief der Mann erneut mit dem Messer sowohl zum Wachdienst als auch in Richtung der Polizisten. Die Polizei konnte einen Angriff abwehren und den Mann fesseln. Hierbei leistete er jedoch weiterhin erheblichen Widerstand. Gleichzeitig ging auch eine Frau mit einem Messer auf die Polizisten los. Der Syrer wurde schließlich festgenommen. Quelle: Polizeiinspektion Wismar

Hannover (Niedersachsen): 64-Jähriger von Ausländer gestoßen, geschlagen, gewürgt und gebissen  
Am 19. September gegen 21:00 Uhr war ein 64-Jähriger in Richtung Hauptbahnhof unterwegs. In Höhe eines Penny-Marktes wurde er dann von dem Täter angesprochen und gefragt, ob er einen 100 Euro Schein wechseln könne. Nachdem das Opfer ihm daraufhin zwei 50 Euro Scheine übergeben hatte, machte der Unbekannte keine Anstalten, ihm den Hunderter auszuhändigen. Im weiteren Verlauf bot der Täter dem 64-Jährigen, der seinen Weg in Richtung Hauptbahnhof fortsetzte, Drogen sowie Handys an und ließ nicht locker. An der Odeonstraße stieß ihn der Verfolger schließlich in einen Hofzugang, ging mit Faustschlägen auf den Mann los, würgte ihn, als er bereits am Boden lag, und quittierte dessen Widerstand mit einem Biss in die Hand. Schlussendlich flüchtete der Täter mit Geld und einem Smartphone. Das Opfer zog sich Verletzungen zu. Quelle mit Täterbeschreibung:  Polizeidirektion Hannover
 

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