Im Hochhaus sind die Asylwerber untergebracht, im langgezogenen Gebäude gleich daneben befindet sich das Institut Hartheim.

Bild: Institut Hartheim
Asylwerber-Vergewaltigungsverdacht: Fremde DNA bei geistig behinderter Frau festgestellt

Asylwerber stehen weiterhin in Verdacht, Anfang September über eine geistig beeinträchtigte Bewohnerin des Instituts Hartheim in Alkoven in Oberösterreich hergefallen und sie mehrfach vergewaltigt zu haben. Wie der Sprecher der Abteilung Kommunikation des Institutes auf Nachfrage von unzensuriert informiert, wurde bei der 52-jährigen Frau Fremd-DNA festgestellt. Die Polizei warte nun auf das Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchungen in Innsbruck, um diese Fremd-DNA zuordnen zu können.

Beziehung zu Asylwerbern „etwas abgekühlt“

Die geistig behinderte Frau befände sich derzeit in psychotherapeutischer Behandlung, man habe festgestellt, dass sie in eine Krisensituation geraten sei, so der Pressesprecher des Institutes Hartheim, in dem seit dem angeblichen Vorfall nichts mehr so ist wie vorher. Die Beziehung zu den 75 Asylwerbern, die unmittelbar in der Nähe des Institutes im früheren Personalwohnhaus untergebracht sind, sei „etwas abgekühlt“, gibt sogar der Institutssprecher zu.

Verbot mit Presse zu reden

Viel dramatischer als die offiziellen Stellen des Hartheim-Heims in Alkoven sehen offenbar die Mitarbeiter die Situation nach dem Ereignis Anfang September, als die 52-jährige Frau „völlig verstört“ vorgefunden wurde.

Sie wenden sich quasi mit Hilferufen an Medien, obwohl sie das gar nicht dürften. „Wir werden von Institutspsychologen angerufen, die uns verbieten, mit der Presse zu reden,“ sagt eine Mitarbeiterin gegenüber unzensuriert. „Das stimmt so nicht,“ antwortet der Kommunikationschef. „Wer über die Klientin Auskunft geben will, soll zuvor mit der Geschäftsführung Rücksprache halten.“

Sexueller Vorfall war nur „Umarmung einer Klientin“

Mitarbeiter informieren weiters, dass es im Vorjahr schon einmal einen Vorfall der sexuellen Nötigung im Institut gegeben habe. Dazu der Pressesprecher: „Ja, den Verdacht hat es gegeben. Nach eingehenden Untersuchungen der Polizei hat die Staatsanwaltschaft den Fall eingestellt. Es soll sich lediglich um eine Umarmung einer Klientin gehandelt haben.“

Als „konkrete Falschmeldung“ bezeichnet der Sprecher der Abteilung Kommunikation die von Mitarbeitern an die Presse weitergegebene Information, dass im Asylwerberheim ein Wachmann niedergestochen worden wäre. Der Angriff habe so nie stattgefunden, der Wachmann habe sich Verletzungen sogar selbst zugefügt.

Asylwerber haben unbegrenzten Zutritt zu Heim

Entgegen der Behauptung von Geschäftsführerin Sandra Wiesinger gegenüber den Medien, dass Asylwerber lediglich unbegrenzten Zutritt zum Turnsaal hätten, sagen Mitarbeiter, dass Flüchtlinge im Institut weiterhin ein- und ausgehen würden.

Der Sprecher des Institutes will das gar nicht in Abrede stellen. Man sei keine geschlossene Anstalt, neben den 165 Klienten im Haus gäbe es auch noch einen Tagesbetrieb. „Wir sind sogar vom Gesetz her verpflichtet, immer eine Tür offen zu halten,“ so der Kommunikationssprecher des Unternehmens. Soweit möglich, würden Besucher im Eingangsbereich des Instituts aber angesprochen, wohin sie möchten.

Angst der Eltern um ihre Kinder

Die unzensuriert-Informantin, die freilich anonym bleiben möchte, beschreibt die Zustände dennoch als „furchtbar“. Sie erzählt von den Ängsten der Eltern um ihre Kinder. Denn im Institut sind neben vielen Wohngruppen mit schwerst behinderten Menschen auch ein Kindergarten und ein Hort untergebracht. Vertrauenserweckend klingt da nicht gerade ihre Information, dass in der Asylwerberunterkunft beinahe täglich Polizisten zu sehen seien, die wegen verschiedener Straftaten ermitteln würden.

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