Die katalanische Regionalpolizei steht jetzt unter Befehl durch Madrid – im Untergrund brodelt es.

Foto: Bild: Teresa Grau Ros/ flickr (CC BY-SA 2.0)
Unabhängigkeits-Abstimmung: Riskanter Poker der Zentralregierung um katalonische Polizei

Die für den 1. Oktober 2017 durch die katalonische Regionalregierung angesetzte Unabhängigkeits-Abstimmung führt zu immer schärferen Repressionen durch die spanische Zentralregierung. Jetzt wurde vom Madrider Innenministerium die katalonische Polizei „Mossos d Esquadra“ übernommen. Organisations-, Personal- und Befehlsgewalt sollen nun direkt durch die Zentralstellen in Madrid ausgeübt werden.

Referendum: Droht ein Bürgerkrieg?

Das ist ein weiterer massiver Eingriff im Vorfeld des Referendums, das von Madrid unbedingt verhindert werden möchte. Verwaltung und Justiz setzen alle Mittel der Befehls- und Zwangsgewalt ein, um die Abstimmung zu verhindern. In Barcelona und anderen katalonischen Städten und Gemeinden liegt Bürgerkriegs-Stimmung in der Luft. Hundertausende Menschen waren in den vergangenen Tagen bei Protesten auf der Straße.

Reginalpolizei „Mossos d Esquadra“ wird von Madrid misstraut

Bei Razzien, Beschlagnahmungen und Verhaftungen in den letzten Tagen im Zuge des Repressions-Feldzugs der Zentralregierung gegen die Abhaltung der Volksabstimmung stellten spanische Polizeistellen mangelnde Kooperationsbereitschaft der katalonischen Regionalpolizei fest. Deshalb möchte man die „Mossos d Esquadra“ noch vor dem 1. Oktober „neutralisieren“. Beobachter der aufgeheizten Stimmung schließen nicht aus, dass die Regionalpoliz-Einheiten rund um den Abstimmungstag in ihren Dienststellen quasi unter Arrest gestellt werden sollen.

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