Frankreichs Staatschef Emanuel Macron setzt in Sachen EU ganz auf die Zentralisierung.

Bild: OFFICIAL LEWEB PHOTOS / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Europäische Union: Emanuel Macron ist auf Zentralisierungskurs

Der französische Staatspräsident Emanuel Macron hat die Wahlergebnisse in Deutschland und in seinem eigenen Heimatland Frankreich vom 25. September 2017 wohl gänzlich falsch gedeutet: Er tritt unter dem Titel „Reformpolitik“ für einen weiteren massiven Zentralisierungskurs in der Europäischen Union ein. So sollen etwa wesentliche finanz- und wirtschaftspolitische Kompetenzen auf die Ebene der Euro-Zone verschoben werden.

Forderung nach Euro-Finanzminister 

Auf der Agenda des französischen Staatsoberhaupts stehen dabei unter anderem ein eigenes Budget für die 19 Euro-Länder sowie einen eigenen Euro-Finanzminister. Dies passt wunderbar in die Strategie von EU-Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker. Juncker möchte überhaupt alle EU-Länder in die Euro-Zone zwingen.

Macron: Währungs-Transfer- und Verteidigungsunion auf der Agenda

Der Franzose Macron möchte bis 2019, also den nächsten EU-Wahlen, die Währungs- und Transferunion weiter vorantreiben. Daneben soll auch eine eigene Verteidigungsunion forciert werden. Das alles wird aber auf wachsenden Widerstand in einzelnen Mitgliedsländern und auch bei Teilen der französischen Opposition stoßen.

Deshalb drückt Macron aufs Tempo. Schon jetzt ist der Stern des politischen Aufsteigers Macron in Frankreich im Sinken begriffen, wie Umfragen und das Senatswahlergebnis vom vergangenen Sonntag gezeigt haben.

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