In der Rosneft-Zentrale in Moskau residiert nun Gerhard Schröder als Aufsichtsratsvorsitzender.

Bild: NVO / Wikimedia (CC BY 3.0)
Ex-Kanzler Schröder neuer Aufsichtsratspräsident des russischen Öl-Giganten Rosneft

In St. Petersburg hat der russische Ölkonzern Rosneft eine strategische Entscheidung getroffen, die weit über das Aktienrecht hinausgeht: Der deutsche Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Energieriesen gewählt. Rosneft ist der größte Ölkonzern Russlands. Zu den Großaktionären zählen mit 70 Prozent der russische Staat, mit 19,75 Prozent Britisch Petroleum und eine chinesische Investorengruppe.

Schröders Bestellung ist offensichtlich vor allem ein Signal und auch ein Schulterschluss mit jenen Personen und Interessensgruppen, die in der EU-Sanktionspolitik immer wieder mahnende Worte gegenüber Brüssel und den USA erheben.

Konzernchef Setschin: Schröder ist neuer Impuls für Beziehungen

Der Konzernchef von Rosneft, Igor Setschin, bezeichnet Schröder als neuen Impuls in der strategischen Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland in den wirtschaftlichen Beziehungen. Rosneft war in Folge des Ukraine-Konflikts seit 2014 auf die Sanktionsliste der Europäischen Union geraten.

Der Energiekonzern möchte jetzt offenbar vor allem Schröders weit verzweigtes Netzwerk in Politik und Wirtschaft in Deutschland und der EU nutzen, um ein Tauwetter zu erreichen. Erst jüngst rief der ehemalige deutsche Bundeskanzler zu einer neuen Realpolitik in Bezug auf die Halbinsel Krim auf.

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