Die Traktoren der Bauern sind die Schutzschilde vor den Abstimmungslokalen in Katalonien. (Symbolfoto)

Foto: Bild: Ferd JDF / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0-)
Katalonische Bauern wollen Abstimmungslokale mit Traktoren verteidigen

Die Spannung vor dem von der katalonischen Regionalregierung angesetzten Unabhängigkeitsreferendum am 1. Oktober 2017 steigt stündlich. Jetzt schalten sich auch die katalanischen Bauernverbände ein und bieten ihre Traktoren zum Schutz des Referendums auf. Erst am Donnerstag waren wieder mehr als 2,5 Millionen Stimmzettel von der Guardia Civil auf Befehl der Madrider Zentralregierung beschlagnahmt worden.

Die Organisatoren der Abstimmung drucken im Gegenzug millionenfach neue Stimmzettel nach, um so das Referendum am Sonntag zu garantieren. Insgesamt sind 5,3 Millionen Katalanen zu den Urnen gerufen, um über die staatliche Eigenständigkeit und damit die Zukunft ihres Staates abzustimmen. Rund 7.200 Wahlhelfer werden von der Regionalregierung aufgeboten, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.

Schulen werden besetzt, Traktoren fahren als Schutz auf

In der katalonischen Hauptstadt herrscht quasi Bürgerkriegsstimmung, wie sie zuletzt  Ende der 1930er Jahre gegen die Franco-Truppen zu registrieren war. Aktivisten der Unabhängigkeitsbewegung haben Schulen als alternative Wahllokale besetzt, um zu verhindern, dass durch die polizeiliche Kontrolle der Rathäuser die Abstimmung verhindert werden kann. Und rund um Rathäuser, Schulen und Kulturhäuser stehen dutzende Traktoren als Schutzschilder gegen die spanischen Militär- und Polizeikräfte.

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